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Mutter fühlte sich mit Kind überfordert

14.12.2008 | 21:50 Uhr

Stuttgart. (ddp) Erneut hat eine Kindstötung durch eine offenbar überforderte Mutter Entsetzen ausgelöst.

In Stuttgart hat eine Frau ihre vierjährige Tochter offenbar in Mordabsicht von einer Brücke in den Neckar gestoßen und damit getötet. Als Motiv für ihre Verzweiflungstat habe die 33-Jährige angegeben, seit der Geburt des Kindes mit der Erziehung überfordert gewesen zu sein, teilte die Polizei in Stuttgart am Samstag mit. Am Samstagnachmittag wurde gegen die Frau Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Die Leiche des Mädchens war am Freitag gegen 17.50 Uhr von einem Wärter der Schleuse in Untertürkheim im Neckar entdeckt und geborgen worden. Um Mitternacht stellte sich die Mutter des Kindes der Polizei und gab an, ihre vierjährige Tochter getötet zu haben.

Nach Angaben der Polizei gestand die 33-Jährige in einer ersten Vernehmung, das Mädchen von der Untertürkheimer Brücke in den Neckar gestoßen zu haben. Die Aussage der Frau passe auch mit dem zusammen, was ermittelt worden sei. Den Ermittlern zufolge hat das Mädchen unterhalb der linken Schulter eine größere, vermutlich ältere Brandnarbe. Zudem hat es noch zwei ebenfalls ältere Brandverletzungen am linken Arm. Bisher gebe es aber keinerlei Hinweise auf vorausgegangene Misshandlungen, hieß es. Die Obduktion des Leichnams soll heute stattfinden.

Die Frau ist verheiratet und lebte laut Polizei in geregelten Verhältnissen mit ihrer Familie in Stuttgart. Das Mädchen war ihr einziges Kind. Die Familie wurde seit den Nachtstunden psychologisch betreut. Die Polizeisprecherin sprach von einem "sehr traurigen Fall". Einen solchen Fall einer Kindstötung, bei dem eine Mutter ihr Kind von einer Brücke in einen Fluss stößt, habe es ihres Wissens zumindest in Stuttgart noch nicht gegeben.

Von Norbert Demuth



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