Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Großfeuer

Illegales Feuerwerk verursachte Brand in China

10.02.2009 | 15:40 Uhr
Illegales Feuerwerk verursachte Brand in China

Peking. Die Ursache für den spektakulären Brand in Peking ist geklärt: Der Besitzer des teilweise zerstörten Gebäudekomplexes hatte mit illegalem Feuerwerk gezündelt.

Das vom Feuer zerstörte Mandarin Hotel in Peking.

Ein vom chinesischen Staatsfernsehen unerlaubt gezündetes Feuerwerk hat nach Angaben der Ermittler den spektakulären Großbrand im Neubaukomplex des Staatsfernsehens CCTV ausgelöst. CCTV entschuldigte sich am Dienstag in einem außergewöhnlichen Schritt für das Feuer, bei dem ein Feuerwehrmann ums Leben kam und sieben weitere Menschen verletzt wurden. Ein im Bau befindliches Luxushotel war dabei ausgebrannt.

Der Besitzer des Gebäudekomplexes habe den Brand verursacht, "weil er gegen Vorschriften verstoßen und auf der Baustelle ein Feuerwerk entzündet hat", sagte ein Sprecher der Pekinger Stadtverwaltung. Kameraleute von CCTV hatten das Feuerwerk gefilmt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden dabei besonders starke Feuerwerkskörper eingesetzt, die nicht frei verkäuflich sind. Die Besitzer des Gebäudekomplexes hätten Warnungen der Polizei ignoriert, dass solches Feuerwerk verboten sei, erklärte ein Sprecher der Brandschutzbehörden. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

Das Feuer wurde vom Besitzer des Gebäudekomplexes verursacht. Er hatte am Montag mit illegalen Feuerwerkskörpern gezündelt.

CCTV sei "zutiefst traurig darüber, dass das Feuer schwere Verluste von Staatseigentum verursacht hat", hieß es in einer Erklärung auf der Website des Staatsfernsehens. Der Sender entschuldige sich "aufrichtig bei den in der Nachbarschaft lebenden Leuten für die Unannehmlichkeiten und die Verkehrsstaus", die der Brand ausgelöst habe.

CCTV-Tower blieb unbeschädigt

Das Großfeuer hatte am Montagabend ein fast fertiges 30-stöckiges Kulturzentrum teilweise zerstört, in dem ein Luxushotel der Kette Mandarin Oriental, ein Fernsehstudio und ein IT-Zentrum untergebracht werden sollten. Das Gebäude steht nur 200 Meter entfernt vom spektakulären neuen CCTV-Tower, der als einer der herausragendsten Neubauten in Peking und bereits als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt. Beide Gebäude sollten im Oktober eröffnet werden.

Polizisten versuchen Journalisten davon abzuhalten, Fotos vom zerstörten Hotel zu machen.

Das Staatsfernsehen machte keine Angaben dazu, inwieweit der Brand diesen Zeitplan gefährdet. Bei dem Brand wurden die Außenmauern des 234 Meter hohen torbogenförmigen CCTV-Towers teilweise geschwärzt, doch erlitten sie laut Stadtverwaltung keine strukturellen Schäden.

In ganz Peking war am Montagabend Feuerwerk abgebrannt worden, um das Ende des Chinesischen Neujahrsfestes zu feiern. Feuerwerke sind in China ein alter Brauch, mit dem Lärm sollen böse Geister vertrieben werden. (afp)

Mehr zum Thema:

Hauptsitz des chinesischen Staatsfernsehens in Flammen

DerWesten



Kommentare
10.02.2009
17:57
Illegales Feuerwerk verursachte Brand in China
von blödelbarde | #1

Es wird immer wieder vor China-Böllern gewarnt!

Aus dem Ressort
Schweizer empört über Kaffeesahne mit Hitler und Mussolini
Sammeldosen
In der Schweiz sind Kaffeesahne-Verpackungen mit Porträts von Hitler und Mussolini aufgetaucht. Der Supermarktkette Migros ist es peinlich – der Produzent dagegen empfindet die Kritik als übertrieben. Die Packungen sind inzwischen aus dem Programm genommen worden.
Deutsche lehnen "Social Freezing" als Familien-Planung ab
Familienplanung
Die Mehrheit der Deutschen steht nicht hinter einer Familien- und Karriereplanung mit "Social Freezing". Facebook und Apple zahlen Mitarbeiterinnen jährlich bis zu 20.000 Euro für das Einfrieren von Eizellen – um das Kinderkriegen hinter die Karriere zu stellen.
Mörder des kleinen Dano muss lebenslang ins Gefängnis
Prozess
Danos Mörder muss lebenslang in Haft. Der 42-jährige Hilfsarbeiter aus Herford ist am Mittwoch vom Landgericht Bielefeld für den Mord an dem Jungen schuldig gesprochen worden. Er hatte bis zuletzt behauptet, Dano nicht habe töten zu wollen.
Kölner Jäger verliert Waffenschein wegen Trunkenheit
Jagd
Wein und Wodka wirkten wie Zielwasser: Der Jäger traf vom Hochsitz aus den Rehbock – trotz Alkohols. Aber seinen Waffenschein ist er nun los, obwohl der Vorfall schon acht Jahre zurückliegt.
Keine Entschädigung für Eltern von toter Gorch-Fock-Kadettin
Prozess
Nach dem Unfall-Tot von Marine-Kadettin Jenny Böken auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" sind ihre Eltern mit einer Klage gescheitert. Sie hatten die gegen die Bundesrepublik Deutschland auf Entschädigung verklagt – und müssen jetzt eine herbe Enttäuschung einstecken.
Umfrage
Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?