Haftbefehl gegen Amanis Mutter
07.05.2007 | 22:41 Uhr 2007-05-07T22:41:45+0200Berlin. Die Mutter der achtjährigen Amani aus Berlin steht unter dem dringenden Verdacht, das Mädchen getötet zu haben.
Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Tiergarten erließ gestern Haftbefehl wegen Mordes aus Heimtücke gegen die 32-Jährige. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bejahte das Gericht den von den Ermittlern ehobenen dringenden Tatverdacht und ging zudem von Fluchtgefahr aus. Die von Amanis Vater getrennt lebende Verdächtige machte bislang weder vor der Polizei noch vor dem Gericht Angaben zu den Vorwürfen.
Beamte der Berliner Mordkommission hatten Amanis Mutter am Sonntagabend in ihrer Wohnung in Wilmersdorf festgenommen. In deren Nähe hatte eine Spaziergängerin das vermutlich nur kurz vorher getötete Mädchen am Samstag auf einer Parkbank entdeckt. Die Grundschülerin starb nach Polizeiangaben durch Gewalteinwirkung gegen den Hals. Medienberichten zufolge wurde ihr die Kehle durchgeschnitten.
Motiv für den Mord bisher unklar
Die Polizei hatte die Mutter seit der Tat gesucht und sie schließlich nach einem Hinweis aus der Bevölkerung festnehmen können. Was sie seit Samstagvormittag machte und wo sie sich seitdem aufhielt, ist den Angaben zufolge unklar und soll nun durch die Ermittlungen geklärt werden. Ein Motiv für die Tat ist bislang ebenfalls noch unklar, auch die Ermittlungen dazu dauern noch an. Außerdem sucht die Polizei noch das rosafarbene Kinderfahrrad, auf dem Amani am Samstagmorgen von zu Hause aufgebrochen war. Auf der Suche danach war ein Rückhaltebecken in der Nähe des Fundorts der Leiche teilweise leergepumpt worden.
Erst Mitte April war in einer Grünanlage der Hauptstadt die Leiche der 14-jährigen Berlinerin Kristina gefunden worden, die bei lebendigem Leib in einem Rollkoffer verbrannt worden war. In diesem Fall sucht die Polizei seit mehreren Tagen nach zwei Verdächtigen.

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