Bosnier hielt Deutsche als Sklavin - Gericht urteilt milde
23.01.2013 | 09:15 Uhr 2013-01-23T09:15:01+0100
Sarajevo. Mit einer geringen Haftstrafe hat ein Gericht in Bosnien einen Mann verurteilt, der eine Deutsche sechs Jahre lang als Sklavin gehalten hatte. Bei dem Urteil handelt es sich um das Mindeststrafmaß bei den verhandelten Vergehen, hieß es. Die 19-Jährige war im Mai 2012 befreit worden.
Weil er eine junge Deutsche mehr als sechs Jahre lang als Sklavin gefangen gehalten hat, ist ein Bosnier am Dienstag zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Milenko M. habe sich in dem Prozess in Kalesija schuldig bekannt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Admir Arnautovic weiter.
Bei dem Urteil handelt es sich um das Mindeststrafmaß bei den verhandelten Vergehen, bis zu acht Jahre Gefängnis wären möglich gewesen. Die Staatsanwaltschaft werde daher Berufung einlegen, sagte Arnautovic.
"Grausame Freiheitsberaubung"
Der Prozess gegen M.s Frau Slavojka M., die auf nicht schuldig plädiere, geht dem Sprecher zufolge weiter. Wie ihrem Mann wird ihr "grausame Freiheitsberaubung" zur Last gelegt. Nach Ermittlungen der bosnischen Justiz hatte das Paar die Deutsche Bettina S. jahrelang misshandelt und zu schwerer Arbeit gezwungen.
In den USA ist ein Mann verhaftet worden, der seine Frau wie eine Sklavin gehalten haben soll. Nach Behördenangaben soll er sie unter anderem gefoltert und angekettet haben. Als die Frau sich retten konnte, hatte sie Wunden am ganzen Körper.
Bettina S. war im Mai 2012 von der Polizei aus ihrer Gefangenschaft im Dorf Karavlasi in der Nähe der nordostbosnischen Stadt Tuzla befreit worden. Sie wurde an einen sicheren Ort in Bosnien gebracht. Ihrem Vater zufolge stammt die heute 19-Jährige aus Sangerhausen in der Nähe von Eisleben in Sachsen-Anhalt.
Ihre Mutter Christine S. hatte sie 2005 im Alter von zwölf Jahren dem Ehepaar M. anvertraut, das sie in Deutschland kennengelernt hatte. Dorthin waren Milenko und Slavojka M. während des Bosnien-Kriegs (1992-1995) geflohen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war Christine S. von Zeit zu Zeit nach Bosnien gereist, um ihre Tochter zu besuchen. (afp)

14:00
Der eigentliche Skandal und für mich unverständlich. Eine Mutter gibt Ihre 12 (IN WORTEN ZWÖLF) jährige Tochter in die Obhut eines Paares das diese mit nach Bosnien nimmt. Allein das stinkt schon zum Himmel.
18:12
Dieses Paar hat Bettina S. sechs Jahre ihres Lebens gestohlen, da wäre es nur gerecht, wenn er auch sechs Jahre Haft bekommt. Dann wäre gerade mal die Zeit "ausgeglichen", von den Qualen und Misshandlungen noch gar nicht gesprochen.
Aber das Opfer ist ja "nur" eine Frau und nicht mal Einheimische, da war es wohl eben einfach nur Pech. Da reicht die Mindeststrafe.
17:27
Was für eine schräge Geschichte.
13:04
Was für eine Mutter? Die reist ab und zu nach Bosnien um nach ihren Kind zu schauen und merkt nichts?
Was für ein Vater??? Interessiert der sich für sein Kind?
Was für ein Urteil. Das läss weite Interpretationen zu,
"Die Deutsche ist selbst schuld"
"Rache für weiss Gott was..."
"Auf dem Balkan ist das Leben eben eher machohaft....Pech wenn du eine Frau bist".
" Das war ja nur ein Kind...und wurde so behandelt. Kinder sind Eigentum"
Naja, 2 Jahre für Freiheitsberaubung ist schon mehr als mager......wäre früher als Kiregserklärung aufgefasst worden
Aber wie gesagt, doe Mutter schockt mich am meisten. Gibt ihr Kind weg und kümmert sich einen Dreck. Eigentlich sollte diese Frau die 2 Jahre absitzen
11:30
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11:28
Was für ein menschlicher Sumpf. Das Urteil allerdings lehnt sich an die Deutsche Gerichtsbarkeit an.
09:55
Leider kann man Richter nicht wegen Rechtsbeugung vor Gericht stellen. Hoffentlich wird der Verbrecher zu einer sehr hohen Strafe verurteilt, wie ich es als Laie für gerechter halte. Leider können Juristen mit dem Begriff Gerechtigkeit nichts anfangen. Sie hatten einst auch §175 und das "Gemeinsame Sorgerecht" konstruiert, das dem Urteil des weisen Salomon fundamental widerspricht.
Gerechtigkeit und Rechtsprechung sind so vergleichbar, wie Äpfel und Birnen.