Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Panorama

Bahn lobt Prämie für Infos zum versuchten Bombenanschlag in Bonn aus

23.01.2013 | 08:47 Uhr

Die Bahn hat eine Prämie von 50.000 Euro für Hinweise zum versuchten Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof in Aussicht gestellt. Das bestätigte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur dapd am Mittwoch.

Berlin (dapd-nrw). Die Bahn hat eine Prämie von 50.000 Euro für Hinweise zum versuchten Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof in Aussicht gestellt. Das bestätigte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur dapd am Mittwoch. "Von dieser ungewöhnlich hohen Summe erhoffen wir uns, dass sie einen finanziellen Anreiz für Zeugen bietet, sich mit wichtigen Informationen zur Tat an die Ermittlungsbehörden zu wenden", sagte Vorstandsmitglied Gerd Becht der "Welt". Sachdienliche Hinweise nehme das Bundeskriminalamt Bonn entgegen.

"Wir haben uns gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden dazu entschlossen, diese Belohnung auszuloben", sagte Becht. Am 10. Dezember vergangenen Jahres hatten Unbekannte an Gleis 1 des Bonner Hauptbahnhofs in einer Tasche eine Rohrbombe deponiert, die allerdings keinen funktionstüchtigen Zünder hatte. Derzeit wird von zwei potenziellen Tätern ausgegangen. Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt ermittelten bisher erfolglos, auch ein in der Tasche gefundenes Haar führte zunächst nicht zu den Bombenlegern.

Die Bahn unterstützt Ermittlungsarbeiten der zuständigen Behörden äußerst selten mit Prämien. Im Fall der Kölner Kofferbomber im Juli 2006 hatte das Unternehmen ebenfalls 50.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgesetzt, nach einer Serie von Brandanschlägen 2011 auf Bahnanlagen in Berlin sogar 100.000 Euro. Die Kölner Kofferbomber wurden am Ende unter anderem auch mithilfe der Prämie überführt und zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Berliner Brandserie ist bislang weiterhin nicht aufgeklärt.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Aus dem Ressort
Verband plant wegen E-Zigaretten-Warnung Millionenklage
Klage
Weil das NRW-Gesundheitsministerium vor E-Zigaretten gewarnt hatte, will der Verband des E-Zigarettenhandels die Landesregierung auf 90 Millionen Euro Schadenersatz verklagen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte entschieden, dass die Flüssigkeiten für E-Zigaretten weiter frei verkauft werden dürfen.
Partygast schießt und verletzt 11 Menschen in Athener Lokal
Schießerei
Ein Mann hat in einem Nachtlokal in der griechischen Hafenstadt Piräus um sich geschossen und elf Menschen verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden drei der Opfer schwer verletzt. Das Motiv für die Schüsse war zunächst völlig unklar. Der mutmaßliche Täter ist laut Medienberichten polizeibekannt.
UN-Generalsekretär sieht Chancen zum Sieg über Ebola
Panorama
Ban Ki Moon sieht einen Hoffnungsschimmer - wenn die internationale Gemeinschaft den Kampf gegen Ebola verstärkt. Dann könnte die Krankheit möglicherweise bis Mitte kommenden Jahres eingedämmt zu werden. Die WHO warnt vor einer weiter großen Ansteckungsgefahr auch für Hilfskräfte.
Christmas-Song von „Band Aid 30“ - wohltätiges Fremdschämen
Ebola-Hilfe
30 Jahre nach Erscheinen von „Do They Know It's Christmas“ hat Bob Geldof eine Neuaufnahme des Songs in Auftrag gegeben, um Spenden im Kampf gegen Ebola zu sammeln. Campino (Toten Hosen) trommelte nationale Künstler für eine deutsche Version des Titels zusammen. Über den Text lässt sich streiten.
Tübinger Mädchengang verprügelt 13-Jährige und filmt Tat
Prügelvideo
Ein bei Facebook kursierenden Prügelvideo sorgt für Ärger. Es zeigt, wie ein junges Mädchen von einer Mädchen-Gang verprügelt wird. Die mutmaßlichen Täterinnen sind der Polizei bekannt. Trotzdem sind die Beamten besorgt. Denn in Sozialen Netzwerken wurde zu Selbstjustiz aufgerufen.