Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Mord

Amokläufer tötet auf Philippinen mindestens fünf Menschen

04.01.2013 | 13:01 Uhr
Amokläufer tötet auf Philippinen mindestens fünf Menschen
Verwandte eines Opfers des Amoklaufs in Manila zünden als Zeichen ihrer Trauer Kerzen an.Foto: reuters

Manila.   Bei einem Amoklauf in Manila hat ein Mann in einem Wohnviertel und auf einem Markt mindestens fünf Menschen getötet. Elf weitere wurden verletzt. Der Täter wählte seine Opfer willkürlich aus. Polizisten erschossen den Amokläufer, nachdem dieser auf sie geschossen hatte. Es wird noch nach einem Komplizen gesucht.

Ein Amokläufer hat in einem Vorort der philippinischen Hauptstadt Manila bei einem Amoklauf mindestens fünf Menschen getötet und verletzte elf weitere. Die Tat ereignete sich am Freitag in einem Wohnviertel und danach auf einem Markt in Kawit, rund 40 Kilometer südlich von Manila.

Der Polizeibeamte Arnulfo Lopez sagte, unter den Todesopfern sei ein siebenjähriges Mädchen. Vier weitere Kinder seien verletzt worden. Der Amokläufer wurde in einer Schießerei mit der Polizei getötet.

Motiv für die Tat unklar

"Er feuerte auf jeden, der seinen Weg kreuzte", sagte Lopez über den Amokläufer. Die Motive für die Tat seien noch unklar. Bewohner von Kawit sagten AFP, der Täter habe am Vorabend viel Alkohol getrunken. "Er rannte schnell und schwenkte seine Waffe", berichtete Maita Lacorte, die Tante der getöteten Siebenjährigen und eine Nachbarin des Amokläufers. "Ich habe meinen Kindern und Enkeln zugerufen, dass sie rennen sollen."

Nachdem der Amokläufer auf Polizisten gefeuert habe, hätten diese ihn erschossen, sagte Lopez. Gesucht werde noch nach einem Komplizen des Schützen, der nach Zeugenaussagen die halbautomatische Pistole des Schützen nachgeladen hatte.

Waffenbesitz wird auf den Philippinen stark diskutiert

Auf den Philippinen wurde bereits vor dem Amoklauf über die vielen Waffen im Land diskutiert, nachdem am Neujahrsfest in einem Vorort von Manila ein siebenjähriges Mädchen durch Freudenschüsse getötet worden war. Nach offiziellen Angaben sind in dem 92-Millionen-Einwohner-Land etwa 600.000 unregistrierte Waffen im Umlauf. Hinzu kommen rund 1,2 Millionen registrierte Waffen. (afp)



Kommentare
Aus dem Ressort
Ein Toter, zehn Verletzte bei Gas-Explosion in Ludwigshafen
Feuer
Eine Gas-Explosion hat am Donnerstagmittag Ludwigshafen erschüttert. Nach ersten Erkenntnissen kam bei dem Unfall mindestens ein Mensch ums Leben. Vermutlich war es bei Bauarbeiten an einer freigelegten Gasleitung zu der Detanation gekommen.
Eine überlebende Ebola-Patientin ist Spaniens Heldin
Todesvirus
Die Krankenschwester Teresa Romero infizierte sich mit dem Todesvirus, als sie freiwillig einem an Ebola erkrankten Patienten half. Sie wurde beschuldigt, selbst schuld zu sein, ihr Hund eingeschläfert. Doch sie überwand die Krankheit - und die Spanier feiern sie jetzt als Heldin.
Schumacher-Arzt hofft auf Genesung in spätestens drei Jahren
Schumacher
Ein Arzt aus Michael Schumachers Behandlungsteam mahnt zur Geduld, wenn es um die Genesung des Formel-1-Weltmeisters geht. Die Reha könne noch ein bis drei Jahre dauern, sagte Jean-François Payen. Schumacher lag nach einem Skiunfall im Dezember 2013 länger in Koma.
Online-Klamottenbörse "Kleiderkreisel" reagiert auf Kritik
Second-Hand
Die Verbraucherzentrale bezeichnet das Bewertungs- und Bezahlsystem von "Kleiderkreisel" als verlockend für Betrüger. Vor allem das Bewertungssystem steht in der Kritik. Nutzer können sich dort bewerten obwohl sie gar nicht miteinander gehandelt haben. Nun reagiert Kleiderkreisel auf die Kritik.
BKA-Mitarbeiter wegen Kinderpornografie in Verdacht
Kinderpornografie
Ein 40-jähriger Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes (BKA) steht im Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie. Der Fall steht laut BKA aber nicht im Zusammenhang mit der Kinderpornografie-Affäre um den SPD-Politiker Sebastian Edathy.
Umfrage
Um die verkürzte Schulzeit besser zu meistern, sollen G8-Schüler weniger Hausaufgaben bekommen. Richtig so?

Um die verkürzte Schulzeit besser zu meistern, sollen G8-Schüler weniger Hausaufgaben bekommen. Richtig so?