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Zwei deutsche Soldaten im Norden des Kosovos verletzt

01.06.2012 | 21:26 Uhr
Foto: /AP/ddp images/AP

Zwei Bundeswehrsoldaten sind bei Auseinandersetzungen mit serbischen Demonstranten im Norden des Kosovos durch Schüsse verletzt worden. Die beiden Deutschen sollten am Freitagvormittag gemeinsam mit anderen Mitgliedern der KFOR-Friedenstruppe eine Straßensperre an einem Kontrollpunkt nahe der Stadt Zvecan räumen, wie die Bundeswehr auf ihrer Homepage mitteilte.

Zvecan/Kosovo (dapd). Zwei Bundeswehrsoldaten sind bei Auseinandersetzungen mit serbischen Demonstranten im Norden des Kosovos durch Schüsse verletzt worden. Die beiden Deutschen sollten am Freitagvormittag gemeinsam mit anderen Mitgliedern der KFOR-Friedenstruppe eine Straßensperre an einem Kontrollpunkt nahe der Stadt Zvecan räumen, wie die Bundeswehr auf ihrer Homepage mitteilte. Dabei kam es zur Auseinandersetzung mit den wütenden Serben.

Dabei seien die Soldaten von einem Heckenschützen beschossen worden, sagte NATO-Sprecher Uwe Nowitzky. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr erlitt ein Soldat eine Schussverletzung am Oberarm. Der andere wurde von einem Geschoss am rechten Ohr getroffen.

"Die KFOR verurteilt diesen Akt der Gewalt", sagte Nowitzky. Sie werde nicht zulassen, dass die Situation eskaliere. Die Soldaten hätten in Selbstverteidigung gehandelt und dabei Tränengas, Gummigeschosse und echte Munition eingesetzt. Der Heckenschütze sei dadurch außer Gefecht gesetzt worden. Nach NATO-Angaben wurden insgesamt mindestens vier Demonstranten verletzt. Die Präsidentin des Kosovos, Atifete Jahjaga, verteidigte den KFOR-Einsatz als Aktion gegen die Anarchie im serbisch dominierten Norden.

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dapd

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