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Meteorologe sagt wechselhaften Sommer voraus

18.06.2012 | 06:03 Uhr
Foto: /dapd/Sebastian Willnow

Nach einem eher trockenen Frühjahr sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung den Deutschen einen wechselhaften Sommer voraus. Ein "Plitsch-Platsch-Sommer" sei allerdings nicht zu befürchten, fügte der Experte von wetter.net im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd hinzu. "Die Höchsttemperaturen werden weitgehend zwischen 25 und 30 Grad Celsius liegen", sagte er.

Wiesbaden (dapd). Nach einem eher trockenen Frühjahr sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung den Deutschen einen wechselhaften Sommer voraus. Ein "Plitsch-Platsch-Sommer" sei allerdings nicht zu befürchten, fügte der Experte von wetter.net im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd hinzu. "Die Höchsttemperaturen werden weitgehend zwischen 25 und 30 Grad Celsius liegen", sagte er.

In der ersten Juni-Hälfte mussten die Deutschen eher niedrigere Temperaturen ertragen. "Der Monat Juni war bislang 1,7 Grad kälter als üblich", bestätigte Jung. Auch das "Sonnenschein-Soll" für Juni sei bislang erst zu 30 Prozent gefüllt. Dafür folge in der zweiten Juni-Hälfte die Entschädigung, denn es soll hochsommerlich warm werden.

Das hochsommerliche Wetter werde bis Monatsende andauern. "Der Sommer-Durchbruch ist damit geschafft und die Schafskälte endgültig vertrieben", sagte Jung. Nur im Nordwesten und Nordosten, also in den küstennahen Regionen, würden die Werte meist jedoch nur um 20 Grad liegen. Hier kühle noch das Meerwasser.

"Wir erwarten einen überdurchschnittlich warmen, aber auch einen wechselhaften Sommer", fasste Jung zusammen. Zwar stünden keine wochenlangen Hitzephasen bevor wie im Jahrhundertsommer 2003, aber mit ein paar wenigen Hitzetagen sei zu rechnen. "Die Temperaturen können während dieser heißen Tage bis auf 35 Grad steigen", prognostizierte der Meteorologe.

Allerdings gehörten zum Hochsommer auch immer wieder lokale Gewitter. Diese könnten in der schwül-heißen Luft oftmals auch unwetterartig ausfallen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr werde der Sommer 2012 längst nicht so verregnet werden. "Das war ja fast schon ein Plitsch-Platsch-Sommer", fügte Jung hinzu. Immerhin habe es 2011 40 Prozent mehr geregnet als im Durchschnitt. Das stünde den Deutschen nicht bevor. "Aber um ein wenig Niederschlag kommen wir nicht umhin", sagte Jung. So müsse Anfang August mit Regen gerechnet werden. Doch der Meteorologe kann trösten: "Ende August wird es dann wieder freundlicher."

dapd

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