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Teure Beratung für Peer Steinbrück

28.12.2012 | 16:30 Uhr
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Teure Beratung für Peer Steinbrück
Peer Steinbrück wird nun als SPD-Kanzlerkandidat vom Bürger misstrauisch auf seine Bodenhaftung abgescannt.Foto: Oliver Lang/dapd

Erst durch eine Klage des Springer Verlages ist jetzt die Katze aus dem Sack. Demnach hat das zwischen 2005 und 2009 von Peer Steinbrück geleitete Finanzministerium satte 1,8 Millionen Euro für die Beratung an eine Wirtschaftskanzlei gezahlt. Ebendiese Kanzlei hat dann zwei Jahre später den SPD-Abgeordneten eingeladen, für 15 000 Euro einen Vortrag zu halten.

Muss das der artig seine Steuern zahlende Otto Normalverbraucher noch verstehen? Wozu gibt es denn hoch bezahlte Stäbe von Beamten im Finanzministerium? Verfügen die nicht über genügend Sachverstand, ihrem Minister beratend zur Seite zu stehen? Und Steinbrück, der sich nach dem Ende der Großen Koalition als einfacher SPD-Abgeordneter reichlich Zeit für gut dotierte Vorträge nahm und zum Millionär wurde, wird nun als SPD-Kanzlerkandidat vom Bürger misstrauisch auf seine Bodenhaftung abgescannt.

Die SPD, vor allem in ihrer Herzkammer Ruhrgebiet, versteht sich als Anwalt des kleinen Mannes. Wählt dieser einen SPD-Kandidaten, der an einem Abend teilweise mehr kassiert hat als eine Krankenschwester im ganzen Jahr?

Wilhelm Klümper

Kommentare
30.12.2012
12:49
Nachtrag zu #4 zur Untermauerung
von PressefreiheitistVerantwortung | #5

http://www.derwesten.de/wirtschaft/warnstreiks-werden-fuer-eltern-zur-zerreissprobe-id6478280.html


Die WAZ - Anwalt des "kleinen Mannes".

30.12.2012
12:34
Herr Klümper respektive die "unabhängige, parteiübergreifende" WAZ möchte sich implizit zum Anwalt des "Kleinen Mannes machen". Was dagegen spricht:
von PressefreiheitistVerantwortung | #4

- das Verhalten der WAZ in der letzten Tarifrunde der Angestellten und Beamten der
Kommunen
- nicht nennen von Alternativen. Wer ist denn dann in der Politik dieser Anwalt?
- die Unfähigkeit zu erkennen, dass der Anwalt durchaus manchmal mehr verdient, als
seine Mandanten. Der daraus entstehende Sozialneid demotiviert Leistungsträger.
Zumindest werden Leistungsträger irgendwann keine Lust mehr haben, mit dem
aufgehetzten "kleinen Mann" zu kooperieren, sich für seine Belange einzusetzen
oder gar zu teilen. Nach der hier implizierten Theorie dürfen nur Leute, die den
"kleinen Mann" ohnehin ausbeuten, auch mehr verdienen. Also darf man die weiter
wählen - aus moralischen Gründen. Egal, mit welchen Konsequenzen??!!

Liebe WAZ, Sie bedienen Klischees. Hier und anderswo. Sie tauschen Berichterstattung gegen Emotionalisierung der Massen.
Der Eindruck entsteht, dass Sie sich gerade im Prozess einer feindlichen Übernahme befinden, wenn auch nicht auf der materiellen Ebene.

29.12.2012
16:15
Teure Beratung für Peer Steinbrück
von silera | #3

Ob das Ganze eine teure Beratung war kann kein Außenstehender und auch Herr Klümper beurteilen. Oder maßen sie sich an, etwas von dieser Materie zu verstehen.
Es ist gang und gebe das bei jedem Gestzesvorhaben Außenstehende mit daran arbeiten. Man sollte sich ans Gesundheitsministerium erinnern zur Zeiten Rösslers.
Da haben Pharmamitarbeiter an der Gesundheitsreform mitgearbeitet. Steinbrück hat zwei Jahre nach seiner Amtszeit eine Rede gehalten für ein gutes Honorar dieser Kanzlei
Wenn sie glauben das das Ganze nicht rechtens war sollten sie es anklagen und Beweisen. Nur zwischen den Zeilen ihre Meinung zu verstecken ist keine gute Zeitungsarbeit. Diese Zeitung wird zum Kanzlerwahlverein. Sie verliert immer mehr ihr Gesicht von einst.

29.12.2012
14:14
Teure Beratung für Peer Steinbrück
von Meinemal | #2

Eigentlich immer das Gleiche. Politiker, die nicht mehr verarmen wollen, züchten sich ihre späteren finanziellen Förderer und Brötchengeber heran, wenn sie einmal die Macht dazu haben. Ein ewiges Geben und Nehmen auf Kosten der tumben Bürger. C´est la vie!

28.12.2012
20:40
Also die SPD aus dem Ruhrgebiet würde ich ja nicht mehr als Anwalt des kleinen Mannes bezeichnen...
von nachdenken | #1

..die heben doch solche Leute ständig auf den Schild und jubeln Münte´s in zweifacher Ausfertigung zu, während genau im Ruhrgebiet die Armut innerhalb von 5 Jahren um 25 % oder so wächst.
Ne, danke.
Vielleicht müssen CDU und SPD fusionieren - es unterscheidet sie doch nichts mehr.

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