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Kulturrucksack

Ein sinnvolles Signal

13.11.2012 | 14:50 Uhr

Natürlich lässt es sich trefflich herummäkeln an diesem NRW-Kulturrucksack: Der Sack ist zu klein und zu eng geschnürt, der Inhalt allzu beliebig und wenig durchdacht. Doch darum geht es gar nicht. Mit dem Impuls soll vielmehr ein Signal gesetzt, ein Anstoß gegeben werden, in die richtige Richtung weiter zu denken und zu handeln.

Natürlich lässt es sich trefflich herummäkeln an diesem NRW-Kulturrucksack: Der Sack ist zu klein und zu eng geschnürt, der Inhalt allzu beliebig und wenig durchdacht. Doch darum geht es gar nicht. Mit dem Impuls soll vielmehr ein Signal gesetzt, ein Anstoß gegeben werden, in die richtige Richtung weiter zu denken und zu handeln.

Die Erweiterung der Rucksack-Idee kommt genau zu richtigen Zeit. Während sich gegenwärtig gerade wieder einmal eine gewisse Ohnmächtigkeitsbetroffenheit bezüglich rechtsradikaler Tendenzen (gerade auch bei Jugendlichen) breit macht, wird hier sinnvoll und prägend gegengesteuert. Natürlich sind 4,40 Euro pro Kind und Jahr projektgebunden nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch gute Ideen müssen längst nicht immer teuer in der Umsetzung sein. Die Kulturrucksack-Kommunen legen vielmehr ein grundsätzliches Bekenntnis ab, Jugendarbeit in neuer Form anzunehmen und möglichst kreativ zu gestalten.

Es gibt in Deutschland vielleicht keinen geeigneteren Raum als diese Multikulti-Region Nordrhein-Westfalen, um das ambitionierte Experiment des Kulturrucksacks erfolgreich zu realisieren. Denn das steht fest: Jede Aktion hilft in der Summe, auch wenn sie noch so klein ist.

Andreas Thiemann

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