Tragikomödie mit Marie Bäumer und Stefan Kurt : Ein Mann, zwei Frauen

München. Ein Mann zwischen zwei Frauen. Das Thema ist nicht neu. Regisseur Andreas Kleinert aber gelingt in dem melancholischen Film Haus und Kind (ARD, 7. Oktober, 20.15 Uhr) der Spagat zwischen ernstzunehmendem Drama und sarkastischer Komödie.
Bernd Neubauer (Stefan Kurt), Mitte 40 und Professor für Neuere Deutsche Geschichte, hat sich sein Leben wunderbar eingerichtet. Als er den Ruf nach Berlin bekam, blieb seine eloquente Frau Lena (Marie Bäumer) daheim in der bayerischen Provinz. Bernd liebt sie. Doch angesichts der Fernbeziehung ist ihm eine Frau zu wenig. In der Hauptstadt trifft er sich seit längerem schon in einsamen Nächten mit der Kellnerin Melanie (Stephanie Schönfeld).
Schwierig wird es für Bernd, als Lena nach Berlin zieht und das Paar im brandenburgischen Umland der alten Frau Maschke mit sanfter Gewalt ihr heruntergekommenes Haus entzieht.
Lena? Melanie? Der Professor kann sich nicht entscheiden. Er will alles. Nicht nur das Haus, sondern auch Nachwuchs - am besten gleich von beiden Frauen. Doch das Doppelleben hat seine Tücken: Neubauer gerät in komische Lagen. Oder in verzweifelte. Und so verheddert sich Bernd zwischen morgendlichen Besuchen im Bett der heimlichen Geliebten und skurrilen Ausreden vor seiner Ehefrau.
Er will alles
Doch Lena kommt ihm auf die Schliche. Es stellt sich die Frage: Was macht ein Mann mit zwei Frauen? Oder besser: Was machen zwei Frauen mit einem Mann?
Die kuriose, lakonisch erzählte Dreicksgeschichte, die auf einer pointierten Vorlage von Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase (78) beruht, lebt von der vortrefflichen Besetzung durch Marie Bäumer und Stefan Kurt.



















