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(Kim)bravourös! - Songwriterin Kimbra legt mit "Vows" ein tolles Debüt hin

02.07.2012 | 14:14 Uhr
(Kim)bravourös! - Songwriterin Kimbra legt mit "Vows" ein tolles Debüt hin
Als weibliche Stimme bei "Somebody that I used to know" von Gotye hat man sie schon gehört. Jetzt legt Kimbra mit ihrem Album "Vows" ein beeindruckendes Debüt hin. Foto: Getty

Essen.  Was für ein Debüt: Die 22-jährige Songwriterin Kimbra könnte die Entdeckung dieses Jahres werden. Denn sie schreibt Lieder, die Hitpotenzial haben und dennoch nicht von der Stange kommen. Ein Muss für neugierige Pop-Fans.

Vielleicht hat sie ja sogar das Zeug für die Neuentdeckung des Jahres? Jedenfalls hat es in der jüngeren Vergangenheit wenige Künstler gegeben, die einen derart hoffnungsvollen Karriere-Start hinlegen wie Kimbra.

Die Singer/Songwriterin ist erst 22 Jahre jung. Sie stammt aus Neuseeland und hat in Deutschland schon für ein kleines bisschen Furore gesorgt, als sie bei Gotyes Hit „Somebody That I Used To Know“ den weiblichen Gesangs-Part beisteuerte. In Bälde erscheint ihr Debüt „Vows“ (Warner Music) – und das ist von vorne bis hinten eine wahre Freude.

Nicht von der Stange

"Vows" heißt Kimbras Debüt-Album.

Warum? Weil Kimbra eine wunderbare, eine geschmeidige, samtene Stimme hat. Weil sie das Talent besitzt, Ohrwurmrefrains in Serie zu produzieren und dennoch keinen einzigen Song von der Stange abzuliefern. Weil ihre Lieder stilistisch in keine Schublade einzuordnen sind – vielmehr ist Abwechslung der rote Faden, dem das Album folgt. Weil Kimbra Soundwelten kreiert, die nur so strotzen vor detailverliebter Arrangementarbeit. Kurzum: Das ist großartige (kim)bravouröse Popmusik. Der Einstiegssong „Settle Down“ ist schon ein prima Beispiel für die hohe Qualität ihres Songwritings. Oder das ebenso kecke wie coole im 50er-Jahre-Feeling gehaltene „Good Intent“. Man staunt über die übereinandergetürmten Kimbra-Stimmen bei „Old Flame“ und ahnt, dass selbst der Arrangement-Großmeister Prince eine Nummer wie „Posse“ gnädig durchwinken würde.

 

Michael Minholz

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2012-07-02 14:14
Kimbra, Musik, CD, Neuerscheinung, Plattenkritik
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