The Voice of Germany - Nick Howard gewinnt mit Hugh-Grant-Charme
15.12.2012 | 06:00 Uhr 2012-12-15T06:00:00+0100
Essen. Nick Howard hat mit seiner außergewöhnlichen Stimme und seinem Hugh-Grant-Charme "The Voice of Germany" gewonnen. Isabell Schmidt landete auf dem zweiten Platz vor Michael Lane und James Borges. In einer Werbepause machte ein Finalist seiner Liebsten sogar einen Heiratsantrag.
The Voice of Germany 2012 hat einen würdigen Sieger: Nick Howard hat nicht nur eine Stimme mit dem Prädikat "außergewöhnlich". Das Siegerlied "Unbreakable" ist eine wunderschöne Ballade, die aus seiner Feder stammt. Und mit seinem "Hugh-Grant-Charme" hat der smarte Howard eine gute Chance auf eine steile Karriere im Musik-Business - fernab des Sprungbretts Castingshow "The Voice of Germany" .
Nick Howard aus dem Team von Coach Rea Garvey gewann das Finale der zweiten Staffel mit 41,04 Prozent relativ deutlich vor Isabell Schmidt (28,86 Prozent), Michael Lane (22,20 Prozent) und James Borges (7,86 Prozent). In die Bewertung flossen die Anrufe beim Zuschauer-Voting als auch die Verkaufszahlen der Download-Charts der jeweiligen Songs der Finalisten ein. Da Isabell Schmidt mit ihrem eigenen Song "Heimweh" in den Download-Charts vorne lag, galt sie für kurze Zeit als Favoritin von "The Voice of Germany". Trotz starker Leistungen der Konkurrenz drückte Nick Howard der Final-Show seinen ganz eigenen Stempel auf.
Robbie Williams verzauberte im Finale von "The Voice of Germany"
Dreimal durften die Kandidaten im Finale von "The Voice of Germany" auf die Bühne - mit ihrem eigenen Song, mit ihrem jeweiligen Coach und mit einem Gaststar: Nelly Furtado, Emeli Sandé, Leona Lewis und Birdy. Dazu kam ein gemeinsamer Auftritt mit einem der größten Entertainer der Musikwelt, Robbie Williams.
Der stahl dann auch gleich den Talenten zu Beginn des Finales von "The Voice of Germany" die Show . Neben dieser Bühnenpräsenz würde aber auch ganz andere Superstars blass aussehen. Robbie flirtete während seiner Performance wie zu Besten Zeiten mit seiner Umgebung. Bewundernswert wie Isabell Schmidt den Ton hielt, als sie von dem Weltstar angetanzt wurde.
Disharmonien bei Michael Lane und Leona Lewis
Ein starker Beginn für die letzte Runde von "The Voice of Germany 2012" . Aller Unkenrufe zum Trotz durch die sinkenden Zuschauerzahlen wurde die Show getragen vom hohen musikalischen Niveau zu einem würdigen Finale. Fast alle Kandidaten zeigten fehlerfreie Leistungen bei ihren Performances - nur beim Duett von Michael Lane und Leona Lewis mischten sich ein paar merkwürdige Disharmonien unter.
Die konnte auch Thore Schölermann im Finale von "The Voice of Germany" nicht ablegen . Erst fand er alles und jeden "sehr geil", dann klammerte er sich stets fast verzweifelt an seine Karteikarten, um sich trotzdem mehrfach zu verhaspeln oder seiner Begeisterung freien Lauf zu lassen: "Booah, meine Güte, soooooo, so!" Kein Wunder, dass ihm die Jury um Rea Garvey, Nena, Xavier Naidoo und The BossHoss nicht immer zuhörte. Vor allem Alec Völkel und Sascha Vollmer ließen ihren Moderator böse ins Messer laufen.
Rea Garvey schlägt The BossHoss ein Schnippchen
Rea Garvey dürfte der Triumph seines Schützlings Nick Howard besonders gut tun. Nach dem Erfolg von "The BossHoss" in der ersten Staffel mit Ivy Quainoo musste er sich immer wieder die Frotzeleien der Cowboys anhören. Dabei hatten Alec Völkel und Sascha Vollmer noch bei den Blind Auditions über die Entscheidung von Nick Howard für das Team von Rea Garvey gelästert: "Schade um den netten Kerl, der war echt gut. Der hätte es weitbringen können."
Diesmal mussten The BossHoss schon früh die Chancenlosigkeit ihres Finalisten James Borges einsehen. Sein eigener Song "Lonley" dürfte schnell im allgemeinen Pop-Gedudel untergehen. Im Duett mit Nelly Furtado lobten dann die Cowboys, wie wohltuend zurückhaltend Borges gesungen hätte. Und beim Song mit seinen Coaches konnte man wenigstens den Spaß auf der Bühne sehen - doch das war zu wenig für "The Voice of Germany".
Michael Lane machte seiner Freundin einen Heiratsantrag
Auch Michael Lane musste wohl am Ende einsehen, dass gefühlvoller Gesang alleine einfach nicht für den Sieg reicht. Der "Schluck Wasser" auf der Bühne konnte zwar im Nachhinein über seine unfreiwillig komische Tanzeinlage in einer der vorherigen Liveshows lachen, aber auch bei "The Voice of Germany" zählt mehr als die Stimme , und es greifen die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten einer Castingshow. Dafür hatte Michael Lane sein größtes Glück bereits in der ersten Werbepause gefunden. Da machte er seine Freundin einen Heiratsantrag - mit Erfolg.
Letztlich war Isabell Schmidt doch noch die ernsthafteste Konkurrentin für Nick Howard . Sie hatte mit "Heimweh" nicht nur eine herzzerreißende Ballade geschrieben. Sieht man mal von dem merkwürdigen Tanzgebaren ihres mal wieder ziemlich überdrehten Coaches Nena und dem merkwürdig auf Geheimnis machenden Samy Deluxe an ihrer Seite ab, legte sie erst beim Song "Finderlohn" eine saubere Performance hin. Und der anschließende Auftritt mit Newcomerin Birdy an zwei Klavieren gehörte sicherlich zu den Höhepunkten des Finales.
Für Nick Howard bedeutet "The Voice of Germany" der endgültige Durchbruch
Da musste Nick Howard noch einmal gehörig nachlegen, was ihm mit dem letzten Auftritt des Abends perfekt gelang. Das Duett mit Emeli Sandé bedeutete Gänsehaut pur, da sich die Stimmen zu den schönen Harmonien wunderbar ergänzten.
Nach seinem Sieg bei "The Voice of Germany" verschlug es Nick Howard erst einmal die Sprache: "Mein Traum war es hier zu stehen. Deutschland hat mir die Chance gegeben, meinen Traum zu leben", rang der 30-Jährige auf der Bühne nach Worten. Nick Howards bisherige Karriere hatte zwar mit zwei veröffentlichten Alben und gemeinsamen Touren mit "Sunrise Avenue" und Train bereits seine Höhepunkte, der absolute Durchbruch ließ bisher aber noch auf sich warten.
"The Voice of Germany"-Gewinner Nick Howard "fühlt als Berliner"
Im anschließenden Interview mit Doris Golpashin gingen Rea Garvey und Nick Howard beim Thema Nationalität in die Offensive. Der Londoner Howard mit Wohnsitz in Berlin und New York stellte klar: "Ich fühle als ein Berliner." Und schickte gleich ein Lob an Rea Garvey hinterher: "Er war mein Coach, jetzt ist er mein Freund".
Die Castingshow "The Voice of Germany" auf ProSieben und Sat.1 war der Überraschungshit im deutschen Fernsehen. Eine Castingshow mit Niveau war bis zum Start von "The Voice of Germany" undenkbar. Infos, News und Storys zur Show gibt es hier.
Und was bleibt sonst noch von der zweiten Staffel von "The Voice of Germany "? Die Blind Auditions machen weiter den größten Reiz des Casting-Formates aus. Die Spannung, ob die Talente nur mit ihrer Stimme einen der Coaches zum Buzzern bringen, hatten dem Casting-Genre eine neue Facette verliehen. Der anschließende Kampf der Jury um den Kandidaten, der bei mehreren interessierten Coaches das Team frei wählen konnte, sorgte oft für amüsante Unterhaltung.
Nicht alle Talente setzten in den Battles ihre Stimme als Waffen ein
Bei den Battles sorgten die Duette der Kandidaten für interessante Konstellationen , die mal für Gänsehaut-Momente sorgten, manchmal aber auch in die Hose gingen. Doch schon hier hatte "The Voice of Germany" etwas von seiner ursprünglichen Idee eingebüßt. Zwar war die Stimme die Waffe der Kandidaten in den Battles - auch wenn es eher selten zu echten Auseinandersetzungen kam - trotzdem spielte schon jetzt der Gesamteindruck eine große Rolle.
Bitterböse Abrechnung von einem der Ex-Favoriten bei "The Voice of Germany". Jesper Jürgens wehrt sich gegen seinen Vertrag mit der Plattenfirma Universal: "Lasst mich frei" fleht er in einer Video-Botschaft. Nach seinem Aus bei "The Voice of Germany" stehe der Hamburger vor einem Scherbenhaufen.
Mit den Liveshows kam "The Voice of Germany" trotz aller Ideen der Riege der Standard-Castingshows sehr nahe, was ProSieben und Sat.1 einige Zuschauer kostete. Zwar verzichtete man glücklicherweise noch immer fast gänzlich auf Sentimentalitäten und Tränendrüsen-Geschichten aus dem Privatleben der Kandidaten. Trotzdem gelang durch das Sympathie-Voting der Zuschauer nicht immer die beste Stimme in die nächste Runde von "The Voice of Germany" .
Dritte Staffel von "The Voice of Germany" soll 2013 starten
Mit Nick Howard hat das Format nach Ivy Quainoo allerdings erneut einen Gewinner, der das Zeug hat, sich mit Stimme und diesmal sogar als Songwriter langfristig im Musikbusiness zu etablieren - ganz im Gegensatz zu den DSDS-Eintagsfliegen. Kein Wunder, dass ProSieben und Sat.1 sich bereits auf eine dritte Staffel von "The Voice of Germany" festgelegt haben.
21:26
So ein billiger Trash....... Volksverdummung subventioniert by uns!
13:52
Man muß schon Masochist der ganz harten Sorte sein um sich so eine Schwachsinnssendung anzutun!Morgen weiß schon niemand mehr wer da was gewonnen hat.
Endlich mal jemand der sich nicht von dem Gefasel von Qualität und explosivem Finale einlullen lässt.
13:50
Mit Nick Howard hat der erfahrenste Sänger gewonnen und er läßt sich sicherlich recht gut vermarkten. Sein Sieg geht in Ordnung - die anderen 3 blieben eher blass. Wobei mir James Borges noch am besten gefallen hat...Allerdings konnte man qualitativ keinen Unterschied mehr zu Finalsendungen anderer Castingshows erkennen - bis auf die Gast-Künstler, die natürlich erste Sahne waren.
Ein Sänger der keine Töne halten kann, bei dem Mann die Musik lauter aus steurt damit man seine Stimme nicht so hört lässt sich, glaube ich nicht, gut vermarkten.
Lena Meyer Landplage hat bei ihrem ersten Konzert auch in Berlin live gesungen, das war so ein Desaster das sie danach nur noch Playback "gesungen" hat. Opel hat außerdem 10000 Karten verschenkt. Trotzdem waren die Hallen nur halb voll.
13:30
"...wie Ivy Quainoo langfristig im Musikbusiness halten kann"
Ivy Quainoo hält sich jetzt genau seit Februar 2012 im Musikbusiness - das ist ja echt total langfristig ;-)
Also, wenn man in der Musik jemand langfristig vermarkten will schießt nicht gleich alle Pfeile ab. Gute Künstler haben max. einen großen Hit im Jahr. Damit lässt sich dann auch langfristig etwas aufbauen. Wenn Du 3 - 4 Titel unmittelbar hintereinander plazierst hast du wenig Chancen etwas aufzubauen. Guck dir mal die "Krähen" aus DSDS an. Das ist nichts und das wird auch nichts. Ivy hingegen macht es richtig...Nicht zu schnell sondern dosiert! Ich glaube, dass sie sich längerfristig hält.
boelli | #7-1, ja und deswegen hat Frau Quainoo auf ihrer ersten "Tournee" das einzige Konzert in Ostdeutschland in Leipzig abgesagt. Damit man sie nicht so viel sieht.
Und deswegen gibt es in nächster Zeit auch keine Konzerte, TV Auftritte, Pressetermine. Damit man die Frau nicht zu viel sieht.
Man kann sich auch alles schön reden.
Wie sagte Frau Quainoo kurz nach ihrem Gewinn, sie sei traurig das sie in den nächsten Jahren noch kaum Zuhause sei. Ja wo ist sie denn wenn sie keine Auftritte, Pressetermine oder ähnliches hat?
13:20
Der schlechteste gewinnt, das kann absolut nicht sein! Falsche Töne - keine wirkliche Ausstrahlung...Schade, ich dachte diese Show hebt sich von der Bohlen-Sch.... ab. Aber trotzdem Isa ist die gefühlte Gewinnerin....
Also, wenn`s nächste Jahr weiter gehen soll: Bitte keine Vera..... mehr. Auch die Zuschauer merken schnell, wo manipuliert wird. Habt ihr das nötig?
12:42
für jedesmal geil einen Euro und die Show würde stimmen.
12:31
mafra7wfn, auch Sie scheinen auf die Propaganda von Pro 7 herein gefallen zu sein. Für Ivy Quainoo gibt es keine "nachhaltige Musikkarriere".
Ich habe mal auf der Seite ihrer Plattenfirma Universal unter Auftritte, TV, Radio und Pressetermine nachgeschaut. Da steht:
"Es gibt zur Zeit keine Termine für Ivy Quainoo."
Und unter den Top 100 !! der Single Charts sieht man auch keine "Ivy Quainoo"
Und bei der "großen Deutschland Tournee" in diesem Jahr wurde das einzige Konzert in Ostdeutschland abgesagt weil kaum einer die Frau sehen wollte.
12:13
derLabbecker, das sehe ich genau so. Der Mann konnte doch noch nicht einmal die Töne richtig halten. Irgendwie ist mir aufgefallen das teilweise in den Medien alles kritiklos weiter geschrieben wird was die Presseabteilung von Pro 7 so weiter gibt.
Alleine die Überschrift "explosives Finale", ist schon der Hammer. Da waren einfach nur Nachwuchssänger zu sehen aus denen noch etwas werden KÖNNTE.
09:46
... warum der Typ gewonnen hat. im Duett gegen die Sande ist er völlig abgekackt. Aber wie immer bei diesen Casting Shows: Da rufen halt die Mädels an für den Typen der sooooo süüüüß ist. Da hat bein Mädel wie die Isabell keine Chance. In meinen Augen war die im Finale am Besten, sie konnte beim Duett mit Birdy wenigstens halbwegs mithalten. Wie die anderen beiden das ins Finale geschafft haben ist mir ein Rätsel.
09:12
Nick Howard hat die Staffel verdient gewonnen, auch wenn das Votingergebnis ziemlich knapp war und nicht deutlich, wie es im Artikel steht! Ich traue ihm zu, daß er sich wie Ivy Quainoo langfristig im Musikbusiness halten kann. Vielleicht sehen wir ihn ja auch nächstes Jahr am Valentinstag beim ESC-Vorentscheid für Malmö!
Schön, daß es eine dritte Staffel gibt. Die Einschaltquoten können aberr nur wieder steigen, wenn der Moderator ausgewechselt wird. Thore sollte Schauspieler bleiben!