Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Krimiserie

SED-Opfer fordern Einstellung der "Soko Leipzig"

19.02.2013 | 19:05 Uhr
SED-Opfer fordern Einstellung der "Soko Leipzig"
"Soko Leipzig"-Hauptdarsteller Andreas Schmidt-Schaller: "Ich dachte damals wirklich, ich bin auf der richtigen Seite".Foto: dpa

Berlin.  Das ZDF will seine Krimiserie "Soko Leipzig" trotz Stasi-Vorwürfen gegen Hauptdarsteller Andreas Schmidt-Schaller fortführen. Am Dienstag forderte der SED-Opferverband die Absetzung der Serie. Schmidt-Schaller spielt seit 2001 in der "Soko Leipzig" den Kriminalhauptkommissar Hajo Trautzschke.

Das ZDF will seine Krimiserie "Soko Leipzig" trotz Stasi-Vorwürfen gegen Hauptdarsteller Andreas Schmidt-Schaller fortführen. Das sagte eine Sprecherin des Mainzer Senders auf Anfrage. "Es gibt keinen Anlass für Konsequenzen hinsichtlich des Einsatzes von Andreas Schmidt-Schaller in der "Soko Leipzig"." Am Dienstag forderte der SED-Opferverband die Absetzung der Serie nach Berichten über Stasi-Kontakte.

Die "Bild"-Zeitung hatte am Montag nach einem Gespräch mit "Soko Leipzig"-Hauptdarsteller Schmidt-Schaller (67) berichtet, er sei 1967 als junger Schauspielschüler von der Stasi angeworben worden. "Ich dachte damals wirklich, ich bin auf der richtigen Seite", zitiert ihn das Blatt. "Hinzu kam die Angst, dass meine Mutter die Arbeit verliert, wenn ich nicht mitmache."

Anwältin: Stasi-Zusammenarbeit 1971 eingestellt

Schmidt-Schallers Anwältin Julia Bezzenberger bestätigte am Dienstag die Aussagen ihres Mandanten, legte aber Wert auf die Feststellung, der Schauspieler habe die Zusammenarbeit mit der Stasi 1971 eingestellt.

Lesen Sie auch:
Soko-Serien erfolgreich in der Todeszone Vorabendprogramm

"Todeszone" Vorabend-Programm? Aber ja, sagt das ZDF: Die Sokos bespaßen das Publikum so sehr mit Mord und Totschlag, dass es sich auf neue Staffeln...

"Wir haben den ZDF-Intendanten aufgefordert, unverzüglich die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen", teilte der SED-Opferverband weiter mit. "Was für die Moderatoren und Redakteure öffentlich-rechtlicher Sender in Bezug auf die Stasi-Problematik galt und gilt, muss auch für die Schauspieler gelten, die über den Sender beschäftigt werden."

Schmidt-Schaller spielt seit 2001 in der "Soko Leipzig" den Kriminalhauptkommissar Hajo Trautzschke. (dpa)

Kommentare
09.08.2013
18:45
SED-Opfer fordern Einstellung der
von giovannibabibi | #7

Ist das nur Neid auf einen Menschen, der auch nach der "Wende" populär blieb oder wurde?
Steht denn nicht bald die gesamte Bevölkerung der ehemaligen DDR unter Generalverdacht?
Hätte man `45 so nachgekartet, wäre ganz Westdeutschland vor Gericht gelandet.
Sicher war der SED-Staat ein Unrechtsstaat. Aber an die Blutjustiz der Nazis kommt er nicht heran.

20.02.2013
00:22
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #6

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

19.02.2013
21:57
SED-Opfer fordern Einstellung der
von Pucky2 | #5

Hallo! Wir haben 2013. Die DDR gibt es seit 1990 nicht mehr.

Da haben wohl ein paar Ossis die ganze Zeit geschlafen. Selbst wenn er Kontakt zur Stasi hatte. Was hat das mit seiner jetzigen schauspielerischen Leistung zu tun. Auch stelle ich mir die Frage, warum die Herrschaften jetzt schreien, wo die Serie schon jahrelang läuft.

Er scheint keine Straftat begangen zu haben, sondern war in der DDR eben Schauspieler. Wer da vor die Kamera wollte musste nun mal Kontakt zur Stasi haben.

19.02.2013
20:56
SED-Opfer fordern Einstellung der
von drasos | #4

Man sollte endlich mit diesem Stasi Mist aufhören bevor man noch in 60 Jahren nach damals 5 -jährigen Mauerschützen sucht.....

19.02.2013
20:23
SED-Opfer fordern Einstellung der
von Faehrtensucher | #3

Den Gysi muß man nicht wählen und die Soko sich nicht anschauen. Und wenns noch Pferdefleisch freie Chips zum korrekt sauberen Fernsehen gibt, ist doch alles in Butter aufm Kutter.
Gruß

19.02.2013
20:23
SED-Opfer fordern Einstellung der
von Gaso2901 | #2

Meistens schreien die am lautesten nach Vergeltung und Bestrafung, die selber auch keine weiße Weste haben.

So schlimm und furchtbar das auch alles war, dass steht völlig ausser Frage, dass ist Jahrzehnte her und was hat diese Fernsehserie damit zu tun.
Die Forderungen sind unverhältnismäßig.
Es sind alles auch nur Menschen. Die Kirche im Dorf lassen.

19.02.2013
19:43
SED-Opfer fordern Einstellung der
von ZakMacHagen | #1

So lange ein ehemalige Rechtsanwalt noch in den Kabinetten und Parteivorständen rum Gysistert ist ein Kommissar in einer Ferienserie das kleinste Problem. Aber hauptsache mal was fordern. Das interressiert doch keinen Menschen mehr. Mich jedenfalls nicht....

Funktionen
Aus dem Ressort
ARD-Film „Nackt unter Wölfen“ – Von Menschen und Unmenschen
ARD-Film
Großes Fernsehen: Der ARD-Film „Nackt unter Wölfen“ bewegt, weil es das Grauen im KZ so nüchtern darstellt – und auch die großen menschlichen Momente.
Berliner Schnauze - Vor zehn Jahren starb Harald Juhnke
Gedenken
Harald Juhnke galt als begnadeter Entertainer und als einer der letzten Berliner Volksschauspieler. Am 1. April 2005 starb er in geistiger Umnachtung.
„Nackt unter Wölfen“ – neuer ARD-Film folgt neuen Fakten
ARD
Benjamin Benedict ist verantwortlich für die Neuverfilmung des Romans "Nackt unter Wölfen". Der TV-Produzent greift auf neue Erkenntnisse zurück.
17,50 statt 17,98 Euro - warum der Rundfunkbeitrag sinkt
GEZ
1,5 Milliarden Euro zusätzlich bringt der Rundfunkbeitrag von 2013 bis 2016. Damit hatten ARD und ZDF nicht gerechnet. Ist noch eine Senkung möglich?
Til Schweiger dreht Hamburg-"Tatort" fürs Kino
Tatort
Der "Tatort" wandert ins Kino. Til Schweiger will ab Sommer eine internationale Version mit Kommissar Nick Tschiller für das Kino produzieren.
Fotos und Videos
Let's Dance lässt Stars tanzen
Bildgalerie
Show-Format
Sie stehen im DSDS-Recall
Bildgalerie
Castingshow
Let's Dance - so tanzen die Stars
Bildgalerie
Let's Dance
article
7638007
SED-Opfer fordern Einstellung der "Soko Leipzig"
SED-Opfer fordern Einstellung der "Soko Leipzig"
$description$
http://www.derwesten.de/wp/kultur/fernsehen/sed-opfer-fordern-einstellung-der-soko-leipzig-id7638007.html
2013-02-19 19:05
Fernsehen