Freizeit
Kinder spielen kaum noch im Freien
26.05.2009 | 07:15 Uhr 2009-05-26T07:15:00+0200
Hagen. Das Kinderhilfswerk warnt davor, dass es für Kinder immer weniger Orte zum Spielen unter freiem Himmel gibt. Seit den 50er Jahren würden Städte zubetoniert. Die Zahl der Spielplätze nehme ab. Darauf will der Weltspieltag am Donnerstag aufmerksam machen.
Unter dem Motto „Ungewöhnliche Spielorte” sind Kindereinrichtungen zum Weltspieltag am Donnerstag aufgerufen, mit witzigen oder provokanten Spielaktionen ein Zeichen für Spielen im Freien zu setzen.
Alte Spiele neu entdeckt
„Früher war vieles anders”, berichtet Antje Szillat. Die Kinderbuchautorin, die viele alte Spiele neu entdeckt hat, findet es beschämend, dass überhaupt ein Weltspieltag ausgerufen werden muss. Im Freien zu spielen, sei für viele Kinder purer Luxus geworden. „Unsere Kinder stehen unter enormem Zeitdruck. Sie rennen aus der Schule vom Ballett-Unterricht zum Klavierlehrer und von dort zur Nachhilfe.” Immer mehr Kinder müssten sich in den Städten zum Spielen gar verabreden. „Meistens nur einmal pro Woche. Ein Witz.”
Für viele Eltern sei es, so Antje Szillat, einfacher, ihre Kinder vor dem Fernseher zu parken oder einen Gameboy in die Hand zu drücken, als sich mit ihnen zu beschäftigen. Nach und nach verlören diese Kinder die Lust, im Freien zu spielen. Das Ergebnis sei eindeutig: „Sie leiden unter Koordinationsproblemen und Bewegungsunsicherheit. Übergewicht und Haltungsschäden nehmen zu.”
Antje Szillat appelliert an die Eltern, auch jenseits des Weltspieltags, ihre Kinder zum Spielen im Freien zu animieren. „Räuber und Gendarm” oder „Fischer, wie bunt sind die Fahnen” förderten die Fantasie und die Kreativität. Beides sei heutzutage Gold wert. Die Kinder lernten außerdem spielerisch, sich an Regeln zu halten.
An die eigene Kindheit erinnern
Eltern, so die vierfache Mutter, sollten sich nur mal an ihre eigene Kindheit erinnern. „Da fällt einem sofort ein Lieblingsspiel ein. Bestimmt. Zum Beispiel Gummitwist oder Kästchenspringen.” Mit ihren Kindern spielt Antje Szillat am liebsten „Blindekuh”, „Schattenfangen” oder „Bäumchen, Bäumchen, wechsle dich”.
„In Deutschland gibt es seit dem Zweiten Weltkrieg einen Trend, zulasten von Kindern zu bauen”, moniert Rainer Deimel, Bildungsreferent vom Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wohnraum werde immer mehr verdichtet, selbst Hinterhöfe und Grünflächen seien immer öfter Verbotszonen für Kinder. Auch Holger Hofmann von Deutschen Kinderhilfswerk schlägt in diese Kerbe. Die Kommunen würden in Zeiten der Haushaltsnot immer mehr Freiflächen veräußern, kritisiert Hofmann. „Das ist kurzsichtig gedacht. Denn die Zukunft der Kommunen hängt davon ab, wie attraktiv der Ort bleibt.” Die Forderung der Experten laute deshalb, Kinder an der Stadtplanung zu beteiligen.
Antje Szillat hat ein Buch zu klassischen Kinderspielen veröffentlicht: „Spiele für Kopf und Herz”. Es ist im Care-Line-Verlag erschienen.
Wer wissen will, was am Weltspieltag in den deutschen Städten los ist, erfährt es im Internet unter www.recht-auf-spiel.de/weltspieltag.php.

14:06
Mir tun die Kinder in der Herner Innenstadt leid.
Sie müssen in der 30 Zone auf der Strasse in der Nähe der berüchtigten türkischen Cafés spielen, vor denen auch schon mal ein Junkie zitternd abhängt.
Der einzige Spielplatz liegt direkt an einem großen Parkplatz und der Bahnlinie (stinkiger und lauter gehts nicht).
An sowas kann man sehen, was Kinder unserer Gesellschaft und den Politikern der Stadt wert sind...nämlich nichts...pfui fällt mir dazu nur ein...
14:02
Leider wahr.
In meiner Jugend konnte ich jeden Tag draußen spielen und das auf Spielplätzen, noch bestehenden Brachflächen in Baulücken, auf Schulhöfen und Bürgersteigen, auf Mauern von Hinterhofabenteuerspielpätzen und ohne ständiges Gemecker über Lautstärke.
Heute suchen die Kinder schon vergeblich nach genug Freiflächen und rare Kinderspielplätze sind oftmals eher vom Design als vom Abenteueraspekt geprägt.
Irgendwie bewahrheitet sich doch, dass wir ein kinderfeindliches Land sind und das obwohl unsere einzige Zukunft in lebensfrohen, kreativen, positiven künftigen Erwachsenen, den jetzigen Kindern eben besteht.
13:37
1. Solange die Polizei keine Möglichkeit hat, Straftäter von unseren Kindern fernzuhalten, müssen die Kinder von den Straftätern ferngehalten werden.
Es kann nicht sein, dass Kinder sexuell belästigt werden, der Täter wird kassiert und lauert am nächsten Tag wieder am Sandkasten, da er ja einen festen Wohnsitz hat und bis zum eventuellen Prozess in 10 Monaten schon nichts machen wird.
Was ist lächerlich!
2. Das parken der Kinder ist hier besonders bei einer sozialen Unterschicht zu bemerken, die mit ihren Kindern einfach nichts sinnvolles anfangen kann.
Deutlich möchte ich betonen, dass diese Schicht sich nicht durch ihr Einkommen deutlich nach unten abhebt, sondern durch Sozialverhalten, Selbsverantwortung und teilweisen Alkoholismus.
Auch wenn dieser Personenkreis finanziell nicht schlecht gestellt ist, wird den Kindern etwas vorgelebt, was nur in einem gestörten Sozialverhalten enden kann...
13:33
Kann mal jemand den verrückten Trommler abstellen?(spacedrummer...)Der scheint ne Duracell in sich zu haben...
@renegade: Das mit dem Dämon ist mir sehr gut bekannt!! Vielleicht habe ich gerade deshalb ein anderes Leben gewählt, und Sie zum Glück scheinbar auch : )
13:22
#11 Leider falsch gedacht. Ich habe Kinder.
Unabhängig davon, darf ich meine Meinung äußern, das nennt man Demokratie (Geht aber leider in braune Spatzenhirne nicht rein).
Erschreckend finde ich, das sich das braune Gedankengut anscheind in den letzten Jahren immer stärker verbreitet.
Menschen mit deiner und Schlumpf´s Einstellung haben Hitler, das dritte Reich und die Vernichtungslager erst möglich gemacht.
Für jeden Scheiß sind immer andere Schuld, bloß sich mal selber mal an der Nase fassen.
13:13
Ist auch schwierig für die Kinder druaßen zu spielen, da gibt es so wenig Steckdosen für die Computer und Playstations....Man sollte doch lieber mal schauen womit sich unsere vornehmlich übergewichtigen Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit vertreiben. Die wollen doch gar nicht raus und sich bewegen.
13:07
@ #27 von spacedrummer
als doch zu viel Alkohol......
13:01
Spielplätze waren schon immer eine Seltenheit. Wir sind früher auch so draußen gewesen und hatten unseren Spass. Die Eltern von heute züchten sich doch Stubenhocker heran, weil sie selber zu faul sind rauszugehen.
12:52
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12:36
@ #25 von spacedrummer
wir sind nicht verwandt miteinander......erst in die Schule gehen, lesen lernen, dann versuchen das ganze zu verstehen....und wenn du dann noch meinst mich als Schwachmat bezeichnen zu müssen....den Facharzt aufsuchen....oder mal ne neue Brille anschaffen.....oder einfach nur weniger Bier trinken?