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Internet-Telefonie kommt aus Werl

26.08.2010 | 18:24 Uhr
Internet-Telefonie kommt aus Werl

Werl.Kostenlos übers Internet zu telefonieren, ist nicht neu. Aber für kleines Geld Festnetz und Mobilfunkanschlüsse in aller Welt zu erreichen, ist es schon. Genau das ist die Geschäftsidee des Internet-Unternehmens C2call („zum telefonieren klicken“) aus Werl.

Erst kürzlich steckten amerikanische Investoren zwei Millionen Dollar in die kleine Firma am Hellweg - aus gutem Grund, denn Internet-Telefonie wird immer populärer. „Unser Ziel ist es, nicht technologieaffine User als Kunden zu gewinnen“, beschreibt Geschäftsführer Michael Knecht den Geschäftsbereich von Friendcaller.de („Freundeanrufer“). Also Menschen, die das Internet zwar nutzen, aber keine Ahnung und auch kein Interesse an den technischen Hintergründen und Abläufen haben. „Genau das ist unser Vorteil. Man muss sich bei unserem System kein Programm auf den Rechner laden, nichts installieren und sich nicht registrieren“, erklärt Knecht, der in Dortmund Informatik studiert hat.

Wenn jemand telefonieren will, schickt er einen Link auf den Computer des Gesprächspartners. Nur durch das Anklicken dieses Links wird die Verbindung aufgebaut. Das soll mit allen Webbrowsern wie Explorer, Firefox oder Safari funktionieren. Mit Registrierung und Zahlung eines Gesprächsguthabens kann man auch normale Festnetz-Telefone und Handys in sehr vielen Ländern erreichen.

Mit dem Branchenriesen Skype, der ebenfalls Internet-Telefonie im großen Stil vermarktet, will man sich nicht messen. „Wir haben unser eigenes Potenzial und schielen nicht auf Skype. Der Markt ist enorm groß und wird weiter wachsen. Wir versuchen vor allem, die Einstiegshürde für VOiP niedrig zu halten“, sagt Knecht. VOiP ist dabei die Abkürzung für „Voice over IP“ (etwa „Stimme über IP“, wobei IP Internet-Protokoll bedeutet. Jeder online-Rechner hat oder erhält eine solche IP-Adresse, so dass er im Netz auffindbar ist). Der Computer wird so zum Telefon, vorausgesetzt er hat eine aktuelle technische Ausstattung. Empfehlenswert sind Kopfhörer mit Mikrofon als Zubehör.

Ob wir in wenigen Jahren möglicherweise alle diese Technik nutzen, hält Michael Knecht für offen: „Das hängt auch von den Netzbetreibern ab.“ Zuweilen komme es vor, dass bei der VOiP-Technik die Internet-Übertragungsbandbreite des Netzes beschränkt werde, um die Sprachqualität zu verschlechtern und dadurch die eigenen Dienste attraktiver zu machen. Solche Netzeinschränkungen äußern sich durch abgehackte Sprache und Echos.

Viele Firmen nutzen bereits die VOiP-Technik für ihre Telefonanlagen und neuerdings sind auch Versionen für iPhone und Android zu haben - mobil macht diese Technik noch mehr Sinn. Allerdings sei es hierzulande noch ein Problem, dass es relativ wenige Wifi-Hotspots (drahtloser Internet-Zugriffspunkt) gebe, erklärt Michael Knecht

Ulrich Friske

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Kommentare
18.10.2010
01:01
Internet-Telefonie kommt aus Werl
von da staunste, gell? | #2

da spricht mir jemand aus dem herzen. und richtige schreibweise wäre dann auch nichttechnologieaffine user

29.08.2010
15:54
Internet-Telefonie kommt aus Werl
von Maybritt | #1

Wenn es wirklich das Ziel ist, nicht technologieaffine User zu gewinnen, würde ich es zunächst mal in einem Grundkurs Deutsch für Normalos versuchen. Vor solch einem dümmlichen Geschwurbel dürfte jeder potenzielle Kunde ganz schnell die Kurve kratzen.
Nein, ich habe nichts gegen englische Fachbegriffe, wenn sie Sinn machen. Aber warum ein Unternehmen sich c2call und friendcaller nennt und sich gleichzeitig an Menschen wendet, die mit dem neumodischen Zeugs so gar nichts an Hut haben, bleibt mir schleierhaft.

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