VfL Eintracht tut sich schwer gegen unorthodoxes Schlusslicht
20.03.2010 | 00:02 Uhr 2010-03-20T00:02:00+0100
Handball-Regionalligist VfL Eintracht Hagen hat nach Pluspunkten zur Tabellenspitze aufgeschlossen.
Im Eröffnungsspiel des 24. Spieltages setzten sich die Schützlinge von Trainer Michael Wolf gestern Abend mit 39:32 (19:16) gegen das abgeschlagene Schlusslicht Bayer Dormagen II durch.
„Es war das erwartet unangenehme Spiel gegen einen sehr offensiv deckenden Gegner”, fasste Coach Wolf 60 ziemlich ungewöhnliche Handball-Minuten zusammen. Nachdem es Mitte der ersten Halbzeit bei einer 12:7-Führung so aussah, als hätten sich die Gastgeber auf den unorthodoxen Stil der U23-Truppe des rheinischen Erstligisten eingestellt, kamen die Gäste immer näher heran. Mit offener Deckung und überraschenden Ideen im Angriff. Dass auch noch ihr fünfter Kempa-Trick funktionierte, spricht nicht gerade für die Lernfähigkeit, die die Eintracht-Abwehr gestern an den Tag legte. Über 16:14 und 18:16 ging es mit einem Dreitore-Vorsprung in die Pause.
„Ein schönes Spiel war es nicht”, dieses Resümee von Michael Wolf traf auch für einen Großteil der zweiten Halbzeit zu. Erst in der Schlussphase nach dem 33:29 zogen die in Grünweiß spielenden „Grüngelben” mit fünf Treffern in Serie doch noch gegen Wai Wong (9 Tore) und Co. davon. „Unsere Art zu decken ist Kräfte zehrend, das hat man am Ende gemerkt”, meinte Dormagens Übungsleiter Pascal Mahe, der ansonsten mit seiner Mannschaft sehr zufrieden war: „Gegenüber unserer 17-Tore-Niederlage im Hinspiel war das eine deutliche Verbesserung. Und wir haben attraktiv gespielt.”
Dass sich seine Mannschaft diesmal keinen Schönheitspreis verdiente, war Eintracht-Coach Michael Wolf, der Patrick Lütgenau nach seinem Muskelfaserriss in der Wade auf der Bank ließ, am Ende egal: „Wir sind nie Gefahr gelaufen, dieses Spiel zu verlieren, sondern haben es noch mit sieben Toren gewonnen.” Woran Torwart Björn Minzlaff, der 60 Minuten durchspielte, drei Siebenmeter parierte und viele weitere Großchancen der Gäste zunichte machte, maßgeblichen Anteil hatte. In den letzten Minuten durfte auch noch der A-Jugendliche Niclas Polakovs ran, der so zu seiner Regionalliga-Premiere kam. Nächsten Samstag beim Hit in Schalksmühle wird der Coach kaum Gelegenheit haben, solche „Zückerchen” zu verteilen.
VfL Eintracht: Minzlaff; Brannekämper (8/3), Pries (3), Oberste (6), Pieczkowski (7), Sideri (3), Schulte-Berthold (2), Kraus (10), Polakovs.
17:57
Nur gut das die Hagener Presse nichts mit bekommt. Hat aber auch was mit Lust und Einsatz zutun im Job.