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Rauchverbot - Kontra

Um Schutz geht es gar nicht mehr

27.06.2012 | 12:34 Uhr

So, wie es Jahrzehnte war, konnte es nicht bleiben: Rauchfreie Zonen als große Ausnahme, Nichtraucher als hilflose Opfer allgegenwärtiger Qualmattacken. Allzu lange hat die Gastronomie ihre Chance nicht genutzt, freiwillig Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse zu schaffen. Deshalb musste ein Gesetz her.

Das hat positive Folgen gehabt: Auch Raucher schätzen inzwischen die Möglichkeit, essen zu gehen, ohne sich hinterher die Haare waschen zu müssen. Und Nichtraucher sind nicht mehr gezwungen, sich irgendwo aufzuhalten, wo geraucht wird.

Bei der geplanten Verschärfung kann es somit nicht um Nichtraucherschutz gehen, sondern nur um die Gängelung der Raucher. Wahrscheinlich hat das den erhofften Effekt: Manche werden es lassen. Danach geraten sicher die Trinker ins Visier. Und die Dicken. Das mag der Volksgesundheit dienen. Doch mit einer freiheitlichen Gesellschaft verträgt sich eine solche Erziehungsdiktatur nicht.

Harald Ries



Kommentare
04.07.2012
12:57
Um Schutz geht es gar nicht mehr
von Lionel | #7

Zitat: "Danach geraten sicher die Trinker ins Visier. Und die Dicken."

Das ist vollkommen richtig. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert in ihren Papieren, dass die Verfügbarkeit von Alkohol eingeschränkt werden soll. Als geeignete Maßnahmen werden restriktive Verkaufzeiten gefordert (wie zum Beispiel Nachtverkaufsverbote), Beschränkung der Verkaufsstellen: Abgabe nur über staatliche Monopole oder staatlich kontrollierte Läden.
„Freiwillige“ Werbe-Selbstbeschränkungen (als erster Schritt) bis hin zu kompletten Werbe-Verboten durch die Regierungen und Warnhinweise auf Flaschen.
Das kommt uns doch bekannt vor, oder?

02.07.2012
10:52
Um Schutz geht es gar nicht mehr
von hajori | #6

Die Nichtraucher, welche sich immer noch "zugequalmt" werden, sollen mir doch mal die Lokale nennen in denen man zum Rauchen nicht vor die Tür muß!
Solche Lokale suche ich!

29.06.2012
11:57
Ich begrüße das endlich eindeutige Gesetz
von oech | #5

Wenn das bisherige Nichtraucherschutzgesetz funktionieren würde, könnte ich ja damit leben....
Aber es wurde wo es nur ging ausgehöhlt. Man wird trotzdem überall zugequalmt.
Ich war in den letzten Wochen in 3 Restaurants, alle 3 hatten einen Raucherbereich. Bei 2en dieser Bereiche war gar keine Tür vorhanden, der Gestank zog schön in den Nichtraucherbereich ein. Beim 3. gab es eine Tür, die wurde aber ständig offen gelassen.
Dann Discotheken und Bars. Die Läden, die für mich eigentlich interessant sind, sind Raucherclubs (Helvete, Turock) oder haben den Raucherbereich auch durch keine Tür getrennt (Distel). BaCa (Disco), ja die haben einen Raucherbereich. Leider ist dieser die Tanzfläche und Rauchverbot gibt es vor den Klos. Matrix Bochum: Nur Rauch auf einer Tanzfläche, natürlich die mit der besten Musik.
Ich werde froh sein, endlich mal am Abend feiern zu gehen, ohne vollgestunken zu werden.

1 Antwort
Ordnungsproblem...
von Lionel | #5-1

@oech:
also manche der von Ihnen besuchten Lokalitäten halten sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben? Das wäre dann ein Ordnungsproblem. Man schafft ja auch keine Ampeln ab, bloß weil sich einige Autofahrer nicht an das Rotlicht halten.

Discotheken und Bars die Ihnen gefallen, sind nicht rauchfrei? Es gibt doch auch andere, oder? Und nicht jede Lokalität muss Ihre Anforderungen erfüllen. Sonst könnten ja Vegetarier auch verlangen, dass alle Restaurants, die ihnen gefallen, keine Fleischgerichte anbieten dürfen.
Das bisherige Nichtraucherschutzgesetz funktioniert, bis auf Ausnahmen. Es scheint nur so zu sein, dass es Ihnen nicht gefällt!

27.06.2012
21:07
Um Schutz geht es gar nicht mehr
von RaucherNRW | #4

Der deutsche Bürger hat die Pflicht, die Gesetze zu hinterfragen, damit nicht wieder Zustände wie im 3. Reich herrschen. Dieses bevormundende Gesetzesvorhaben verstößt gegen das Grundgesetz, da rauchende Menschen diskriminiert werden! Also: Lasst uns kein Ja-Sager-Volk mehr sein und uns mit demokratischen Mitteln widersetzen! Noch ist der Gesetzentwurf nicht beschlossen...

27.06.2012
11:56
Raucherpolizei?
von Sauerlaender1729 | #3

Ich kann mir als Sauerlaänder eine 100% Umsetzung des Rauchverbotes auf den Schützenfesten nicht vorstellen:
Wer soll das überwachen? Muß es ein bezahlter Sicherheitsdienst seien oder reichen auch ehrenamtlich Denuziamnten? Oder sollen bei den Schützenhallen jetzt die Dächer abgerissen werden?
(PS. Ich rauche selber seit 1 1/2 Jahren nicht mehr)

27.06.2012
10:14
Um Schutz geht es gar nicht mehr-sehr richtig!
von gruftie | #2

Ich bin dafür, dass alle Nichtraucher g e z w u n g e n werden, mindestens einmal in der Woche in eine rauchfreie Kneipe zu gehen, dort möglichst viel zu konsumieren um die Existenz des Wirtes zu sichern. Aber genau das ist ja das Elend: die Nichtraucher freuen sich über das Verbot und bleiben mit dem A..... zu Hause - wie vorher auch. Oder hat schon mal jemand gehört, dass in Irland, Italien etc. jetzt Kneipen wegen Überfüllung geschlossen werden müssen?
Und wenn schon die Erwachsenen nicht hingehen: das NiSchG wird ja laut Frau Steffens auch verschärft um Kinder und Jugendliche zu schützen. Was vor allem erstere in Kneipen zu suchen hatten und haben ist mir ein Rätsel! Ach so, die dürfen jetzt den Erwachsenen beim Saufen zugucken, ohne durch Raucher belästigt zu werden!
Die Verschärfung des Gesetzes haben wir den grünen Volksbeglückern zu verdanken, unterstützt von der SPD im Interesse des Machterhaltes, obwohl Frau Kraft sich vor der Wahl dagegen ausgesprochen hat!!!

27.06.2012
09:24
???
von HorstiBorsti | #1

Kann es sein, dass die Argumentation in diesem Kommentar in sich überhaupt keinen Sinn ergibt?

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