Polizei im Kreis Olpe warnt vor falschen Kollegen
27.07.2010 | 15:32 Uhr 2010-07-27T15:32:00+0200
Kreis Olpe.Dreister geht’s nicht: Drei Trickbetrüger, die sich als Polizeibeamte ausgaben, haben im Hochsauerlandkreis ein älteres Ehepaar rund mehr als 3000 Euro „erleichtert“. Weil das Trio auch im Kreis Olpe sein Unwesen treiben könnte, warnt die Kreispolizeibehörde eindringlich davor, die falschen Kripobeamten ins Haus zu lassen.
Die Eheleute aus dem Nachbarkreis hatten am Montag einen Anruf von einem Mann erhalten, der als Chef der Kriminalpolizei ausgab. Weil es in der Nacht in dem Mehrfamilienhaus zu einem Einbruch gekommen sei, müssten nun zwei seiner Kollegen den Tatort absuchen. Noch während des Gespräches schellte es- und die angeblichen Kripobeamten standen vor der Tür. Einer von zeigte den Senioren seinen „Ausweis“, der andere seine „Polizeimarke“ - aber nur so kurz, dass die Eheleute sie nicht erkennen konnten. Dann begann die „Spurensuche“ und die völlig ahnungslosen Eheleute öffneten den falschen Polizisten sogar bereitwillig den Familientresor. Während der „Kripochef“, der immer noch am Telefon war, die hilfsbereiten Senioren ablenkte, räumten seine Komplizen den Tresor aus. Erst nachdem das dreiste Duo wieder abgerückt war, bemerkte das Ehepaar den Diebstahl. 2100 Euro Bargeld und 20 kanadischen Goldmünzen im Wert von 1000 Euro fehlten.
Die Täter werden wie folgt beschrieben: Der Mann am Telefon sprach Hochdeutsch; die Täter vor Ort waren beide 40 bis 50 Jahre alt und 1,70 bis 1,75 Meter groß. Auch sie sprachen Hochdeutsch. Ein Täter hatte eine stämmige Figur und schwarze Haare, sein Komplize hatte wellige Haare, trug eine Brille und war mit einer schwarzen Lederjacke bekleidet. Damit die Bürger im Kreis Olpe den falschen Kripomännern nicht auf dem Leim gehen, gibt die Kreispolizeibehörde einige Tipps:
So arbeiten Kriminelle, die sich als Polizisten ausgeben, oft mit Ausrufen wie „Machen Sie auf, hier ist die Polizei!“ oder „Polizei, bitte öffnen!“, um sich schon zu Beginn Respekt zu verschaffen.
Echte Polizisten stellen sich mit vollständigem Namen und Dienstgrad vor. Außerdem geben sie an, von welcher Dienststelle sie kommen und in welcher Angelegenheit sie kommen. Zuerst sollte man sich immer die Dienstmarke und den Dienstausweis des Beamten zeigen lassen. Der enthält immer Name und Vorname des Beamten, die Dienststellung, die Dienststelle und ein Foto. Darüber steht das Bundesland, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen: „Polizeidienstausweis Nordrhein-Westfalen“. Darunter steht eine Dienstnummer.
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