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Basketball-Bundesliga

Phoenix testet deutsche Talente über drei Tage

04.07.2011 | 18:05 Uhr

Hagen.Während man bei Phoenix Hagen auf die Vertragsunterschrift eines europaerfahrenen Spielmachers aus Übersee noch wartet, testet der Basketball-Bundesligist sechs deutsche Talente in Hagen. „Wir haben einige Spieler mit Potenzial eingeladen, um sie uns hier drei Tage anzusehen“, erklärte Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann.

Sechs Akteure - zum Teil zuletzt an US-Colleges aktiv, die anderen in den nationalen Bundesligen - spielen am Ischeland vor und werden von den Phoenix-Trainern Ingo Freyer und Steven Wriedt intensiv begutachtet. „Alle Spieler kommen aus guten Programmen“, sagt Herkelmann und ergänzt: „Interessant wird es auch für unsere Hagener Talente zu sehen, wo sie stehen.“ Phoenix-NBBL-Spieler wie Sören Fritze oder Oliver Radtke trainieren ebenfalls mit, für Donnerstag ist ein Testspiel gegen den von Matthias Grothe gecoachten Regionalligisten Noma Iserlohn anberaumt.

Khartchenkov und Kramer

Bekanntester Akteur der Tryout-Kandidaten ist Flügelspieler Nikita Khartchenkov (24 Jahre, 2,00 m), der schon in der Bundesliga mit dem Mitteldeutschen BC und den Giants Düsseldorf gegen Phoenix spielte, zuletzt in der ProA beim USC Freiburg aktiv war und als Dreierspezialist gilt. Auf einige Bundesliga-Minuten für die New Yorker Phantoms Braunschweig kann auch Aufbauspieler Jusuf El-Domiaty (20, 1,87 m) verweisen, bei den SU Medien Baskets Braunschweig in der Pro-B war er in den letzten Jahren schon eine feste Größe.

Im Vorjahr Meister der zweiten NCAA-Division mit dem US-College Cal Poly Ponoma aus Los Angeles war Center Tobias Jahn (24, 2,04 m), der aus Hessen stammt. Jeweils aus Berlin kommen Flügelspieler Max Rockmann (22) und Aufbauspieler Enrico Kufour (23), die zuletzt an den US-Colleges in Kansas City (UMKC Kangaroos) bzw. North Carolina (NC State) aktiv waren. Der gebürtige Hagener Aufbauspieler Max Kramer (22, 1,92 m), der in seine dritte Saison mit Pro-B-Ligist Schwelmer Baskets geht und mit Doppellizenz für Phoenix spielen könnte, komplettiert das Sextett. Wessen Verpflichtung Sinn mache, auch in Zusammenhang mit Doppellizenz-Partnern in der Region, so Herkelmann, müsse man im Anschluss an die drei Trainingstage entscheiden: „Klar ist ja: Aus der Kategorie Nationalmannschaft oder 15 Minuten Bundesliga-Einsatz können wir uns keinen deutschen Spieler leisten.“

Nicht mehr zum Phoenix-Kader in der nächsten Saison wird Fabian Gentgen zählen. Der 24-Jährige kann altersbedingt künftig nicht mehr mit Doppellizenz spielen und wird deshalb nur noch für die Schwelmer Baskets auflaufen.

Axel Gaiser

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