Im "Abstiegs-Endspiel" kommt es auf die Nerven an
19.03.2010 | 17:56 Uhr 2010-03-19T17:56:00+0100
Hagen. Schon einmal markierte Düsseldorf das Ende einer Negativserie für Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen. Am 21. November 2009 bezwang der Aufsteiger die Giants nach vorangegangenen fünf Schlappen mit 85:77.
Vier Monate später weist man sogar zehn Niederlagen in Serie auf. Nach dieser Winter-Tristesse können die Hagener nur mit einem erneuten Sieg heute ab 15 Uhr im Düsseldorfer Burg-Wächter-Castello für Frühlingsgefühle beim zahlreichen Anhang sorgen.
Ausverkauft beim Basketball war die Düsseldorfer Multifunktions-Arena bisher noch nicht, das dürfte sich heute Nachmittag ändern. Auch weil sich Hunderte Phoenix-Fans in elf Bussen, per Bahn und in zahllosen Pkw auf den Weg Richtung Landeshauptstadt machen werden, darunter auch Oberbürgermeister Jörg Dehm. Den Karten-Vorverkauf hatten die Düsseldorfer bereits gestern gestoppt, an der Tageskasse (ab 13.30 Uhr) wird es aber noch Tickets für die 3670 Besucher fassende Halle geben. „Bei einer Niederlage hätten wir es nicht mehr selbst in der Hand”, weiß Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann natürlich um die Bedeutung, betonte aber auch: „Das Spiel ist zwar sicher vorentscheidend, aber noch nicht entscheidend.”
Bei den Spielern auf dem Parkett ist im vermeintlichen „Abstiegs-Finale” vor allem mentale Stärke gefragt. „Es wird darauf ankommen, wer die Nerven behält”, glaubt Phoenix-Routinier Bernd Kruel, „wie im Vorjahr in Bayreuth.” Vor Jahresfrist gewannen die Hagener, ebenfalls von einer stattlichen Fan-Kolonie begleitet, in der ausverkauften Oberfrankenhalle das entscheidende Aufstiegs-Duell hauchdünn. „Ich habe solche Spiele immer gemocht”, geht der 33-Jährige, der beim Hinspielsieg mit Jonathan Kale und John Turek für die entscheidende Hagener Dominanz unter den Körben gegen Düsseldorfs starken Koko Archibong sorgen konnte, die Partie erwartungsfroh an.
Der zu Wochenbeginn erneut umgeknickte Turek konnte ebenso wie Michael Jordan belastbar trainieren, so dass Phoenix wohl erstmals komplett antreten kann. Und mit einem Sieg die Basis für eine fröhliche 4. Hagener Basketball-Party-Nacht ab 20 Uhr in der Alten Trafostation der Stadtentwässerung (Eilper Str. 130, Tickets an der Abendkasse für 10 Euro.) schaffen will.
Trier wechselt Trainer
Nach den Paderborn Baskets und den Düsseldorf Giants hat mit TBB Trier gestern bereits der dritte Phoenix-Konkurrent im Abstiegskampf den Trainer gewechselt: US-Amerikaner Aaron McCarthy löst vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Meister Oldenburg den Belgier Yves Defraigne ab.
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