Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Meldungen

"Emma" kein Vergleich zu "Kyrill"

02.03.2008 | 14:26 Uhr

Kreis Olpe. Nachdem in der Nacht zum Samstag noch die Ruhe vor dem Sturm geherrscht hatte, schlug "Emma" am Samstagmorgen zu.

Ab 5.30 Uhr gab es im ganzen Olper Kreisgebiet Einsätze. Alle Feuerwehren waren auf den Beinen. Dabei ging es in erster Linie um die Beseitigung von Bäumen, die auf die Fahrbahn, Strom- oder Telefonleitungen gefallen waren. Teilweise kam es auch zu Stromausfällen.

Wie die Polizei auf WP-Anfrage mitteilte, gab es bis Samstag, 19 Uhr, insgesamt 60 witterungsbedingte Einsätze. Darunter waren sechs Verkehrsunfälle mit einem Sachschaden von insgesamt 20 000 Euro. Dabei fuhren Pkw-Fahrer - unter anderem zweimal in Eichhagen und einmal in Finnentrop - in umgestürzte Bäume hinein. Verletzte gab es gottlob nicht.

Brenzlig zu ging es auf der B 54 bei Altenkleusheim: Dort kippte ein Baum auf einen Strommasten. Die blanken Leitungen lagen auf der Fahrbahn. Es knisterte gehörig. Die RWE musste umgehend den Strom abschalten und den Schaden beheben.

Gesperrt waren am Samstag neben mehreren kleinen Straßen vor allem die Kreisstraße 18 von Fahlenscheid in Richtung Kruberg und die Landstraße 711 von Neuenkleusheim über den Engelsberg. Die beiden wichtigen Verkehrsadern waren am Sonntag aber wieder offen. Anders sah es gestern aus bei der L 553 Oberhundem/Rhein Weser Turm, der L 715 von Bilstein über die Hohe Bracht nach Altenhundem und der L 728 zwischen Brachthausen und Hilchenbach. Diese drei Straßen bleiben noch bis zum heutigen Montag gesperrt. Grund: Da es auch am Sonntag noch Sturmböen gab, wären die Aufräumarbeiten in diesen Bereichen zu gefährlich gewesen. Ansonsten waren gestern nur noch einige kleinere Straßen in den Bereichen Wenden und Drolshagen gesperrt.

Am Sonntag beruhigte sich die Situation dann allmählich. Ab 6.30 Uhr gab es noch drei Einsätze, bei denen Bäume beseitigt werden mussten.

Schaden in Wäldern "Wir haben Glück gehabt. Es gab keine Verletzten", so die Bilanz bei der Olper Polizei. Ein Sprecher der Kreisleitstelle brachte das Wirken von "Emma" auf den Punkt: "Das ist glimpflich abgegangen. Es war kein Vergleich zu Kyrill."

Bleibt abzuwarten, inweiweit "Emma" in den durch "Kyrill" ohneschin schon geschundenen Wäldern gewütet hat. Nach ersten Informationen sind in einigen Bereichen wieder zahlreiche Bäume umgeknickt. Eine genaue Bilanz kann jedoch erst ab heute beim Betreten der Wälder gezogen werden.

Von Roland Vossel

Kommentare
Funktionen
Lesen Sie auch
Aus dem Ressort
Schiedsrichter Kinhöfer pfeift sein letztes Bundesliga-Spiel
Kinhöfer-Abschied
Thorsten Kinhöfer gibt die Pfeife ab. Am Samstag leitet er in München sein letztes Bundesligaspiel. Uns hat er einiges über seine Laufbahn verraten.
„Käpt’n Säbelzahn und der Schatz von Lama Rama“
Abenteuerfilm
In dem Film „Käpt’n Säbelzahn und der Schatz von Lama Rama“ möchte der elfjährige Pinky auf einem Piratenschiff anheuern, um Abenteuer zu erleben.
Iserlohn Roosters kämpfen in Ingolstadt mit den Nerven
Spielbericht
DIe Iserlohn Roosters waren nahe dran an der Verlängerung, verloren aber dann doch gegen den amtierenden Eishockey-Meister Ingolstadt mit 4:3.
Möbelriese: mehr Jobs und Kunden
Möbelriese
Der Mann wich auch gestern nicht von seiner Linie ab: Investor André Kleinpoppen will den Namen des Möbelhauses, das er auf dem Schacht-III-Gelände in...
Dachstuhlbrand bringt Marienstatue in Landhaus zum Vorschein
Brand
Beim Brand des 200 Jahre alten Landhauses kamen eine Marienstatue und ein Erzengel zum Vorschein. Und genau dort endete das Feuer.
Fotos und Videos
Kambodscha 2015
Bildgalerie
Fotostrecke
Die Drei Zinnen in Südtirol
Bildgalerie
Fotostrecke
Die Magie des Mekongs
Bildgalerie
Fotostrecke
Auf Kreuzfahrt durch die Kanaren
Bildgalerie
Fotostrecke
article
1873191
"Emma" kein Vergleich zu "Kyrill"
"Emma" kein Vergleich zu "Kyrill"
$description$
http://www.derwesten.de/wp/incoming/emma-kein-vergleich-zu-kyrill-id1873191.html
2008-03-02 14:26
Meldungen