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Geschlechtertrennung

Dauerbaustelle Schule

05.06.2012 | 19:24 Uhr

Die Diskussion über geschlechtergetrennten Unterricht ist so alt wie der gemeinsame Unterricht. Warum die Schulministerin das Thema ausgerechnet jetzt auf den Tisch bringt, ist schwer nachvollziehbar. Es gibt keine neue Studie mit eindeutigen, neuen Erkenntnissen. Es war und ist erwiesen, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Lernansätze brauchen. Und dass pubertäre Hormonschübe und Selbstfindungsversuche die Konzentration aufs Lernen in einer gemischten Klasse nicht erleichtern.

 

Ob es gesamtgesellschaftlich zielführend ist, Jungen und Mädchen zu trennen, oder ob getrennter Unterricht nicht doch einen gegenteiligen Effekt haben könnte, ist eine andere Frage. Etwa wenn bei Mädchen Interesse an Chemie wegen deren Bedeutung in der Kosmetik geweckt werden soll. Natürlich sollte im Sinne der Jungen in der Schule nicht nur „Hanni und Nanni“ gelesen werden. Aber welche Schule tut das noch? Und gibt es nicht auch Mädchen, die eher auf Fantasy stehen?

 

Fakt ist: Es gibt aktuell sehr viele Baustellen im Bereich Schule. Die neue Sekundarschule und die von der UN-Konvention geforderte Umsetzung der Inklusion, also des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Behinderung. Sehr weit ist man dabei noch nicht. Für all diese Baustellen gilt: Lehrer brauchen Fortbildung, um diese dringenden Probleme lösen zu können bzw. mit ihnen umzugehen. Das muss Vorrang haben.

Sibylle Raudies

Kommentare
06.06.2012
22:03
Ich stimme dem DERWESTEN-Kommentar und dem Kommentar #1 zu.
von TreuerLeser | #2

Ich habe mich ähnlich auch zu dem Basisartikel schon geäußert. Es handelt sich bei „Nannis“ Anregung - mehr ist es ja nicht - um das m. E. unausgegorene Statement einer Ministerin, die evtl. an dem betreffenden Tage noch nicht anderweitig in einer Schlagzeile erwähnt wurde.

Wie das personell, rechtlich (das AGG läßt grüßen!), in Bezug auf andere unterschiedliche Gruppen und fachlich-inhaltlich umgesetzt werden soll, ist nicht zu erkennen.

Einen Hinweis muß ich an die Medien allerdings geben: Im Wahlkampf wurde nur darüber berichtet, wer wo wohnt, aber wo arbeiten will, wer am besten twittert, wer auf den Marktplätzen zusammen mit wem die buntesten Ostereier verteilt und wer am ehesten Kümmerer/in sein könnte.

Die Sachthemen wurden nicht behandelt, was auch den Medien nun „auf die Füße fällt“, weil die Politiker/innen nun sagen können „Danach wurde ich vorher nie befragt! Aber jetzt gehen wir es an!“

06.06.2012
16:33
Dauerbaustelle Schule
von bb | #1

Was mir auffällt:
In der Minderheitsregierung war die SPD/Grüne Landesregierung durchaus zu sinnvollen und Parteiübergreifenden Kompromissen bereit.
Siehe Sekundarschule.

Jetzt haben sie die Mehrheit und schon geht es los mit der rücksichtslosen und unkoordinierten Durchsetzung unausgegorener und wissenschaftlich unhaltbarer Glaubenssätze. Da stehen die Grünen leider für Öko-Diktatur und Extrem-Feminismus. Abzuwarten bleibt, was sie der SPD anbieten, um diesen Kurs durchzusetzen. Die Milliarden verlorene Steuergelder für die West LB gehören wohl mit zum Deal.

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