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Lückenschluss

A 46 spaltet Parteien vor Landtagswahl

27.04.2010 | 19:24 Uhr
A 46  spaltet Parteien vor Landtagswahl

Menden/Hemer. Der Streit um den Lückenschluss der Autobahn 46 zwischen Hemer und Neheim schwelt seit rund 30 Jahren. Ein gefundes Fressen für Wahlkämpfer. Zuletzt hatte die Umweltverträglichkeitsstudie im Herbst für Wirbel gesorgt.

Die Gruppeninitiative gegen die Autobahn 46, kurz GigA 46, sorgt mit Aktionen weiter für Aufsehen. Befürworter der Trasse, die voraussichtlich Naherholungsgebiete vor allem auf Mendener Stadtgebiet durchschneidet, halten sich eher bedeckt. Ausnahme: Die Unternehmerinitiative der Industrie- und Handelskammern. Die bundesweite Initiative vom 17. Juni 2008 hat letztlich dafür gesorgt, dass die nie beendete Debatte neu aufflammte. Inzwischen fordert der Landrat des Hochsauerlandkreises, Karl Schneider (CDU) im WDR-Interview den Weiterbau der A 46 und „ein Ende der Debatte, weil sie Südwestfalen schadet“.

„Wir brauchen diesen Lückenschluss als interne Verbindung der Wirtschaftsregionen MK und HSK“, argumentiert Christoph Brünger von der SIHK. Umweltschützer wie Werner Reh, Verkehrsexperte des BUND, hält dagegen: „Das Ding ist ökologisch völlig unvertretbar, verkehrspolitisch sinnlos und viel zu teuer.“ Der BUND setzt auf den Ausbau vorhandener Straßen.

Grüne klar gegen den Weiterbau der Bahn

Die A 46 trennt nicht nur die Parteien. Die Hemeraner SPD-Landtagskandidatin Inge Blask beispielsweise befürwortet den Lückenschluss, während ihre Mendener Genossen ihn ablehnen: „Ich bin mir bewusst, dass es unterschiedliche Positionen in meiner Partei gibt. Aber ich traue mir zu, hier als Moderatorin zu fungieren.“

CDU und FDP wollen die Trasse; FDP-Landtagskandidat Markus Sälzer aus Menden äußerte sich zuletzt noch unentschieden. Für die Grünen sind seit jeher klar gegen den Weiterbau der Autobahn. Beobachter interpretieren die Zurückhaltung der befürwortenden Parteien in dieser Frage als Vorsicht. Die Landtagswahl am 9. Mai wird u.a. zeigen, welche Prioritäten die Bürger vor Ort setzen.

Volker Lübke



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