Woran man einen Bandscheibenvorfall frühzeitig erkennen kann
14.12.2012 | 05:45 Uhr 2012-12-14T05:45:00+0100
Lübeck. Sicher hatte jeder schon einmal Rückenschmerzen. Doch wenn sie in die Beine ausstrahlen und ein Taubheitsgefühl hinzukommt, ist Vorsicht geboten, denn es könnte sich um einen Bandscheibenvorfall handeln, der behandelt werden muss.
Mit Rückenschmerzen plagen sich viele Menschen herum. Oft hilft dagegen schon regelmäßige Bewegung, weil Verspannungen oder Überlastungen als die häufigste Ursache von Rückenschmerzen gelten. "Aber es gibt Symptome, bei denen Sie sofort zum Arzt gehen sollten", sagt der Lübecker Orthopäde und Wirbelsäulenexperte Rainer Kirchner vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Denn es könnte ein Bandscheibenvorfall dahinterstecken, der schnell behandelt werden muss.
"Strahlen die Rückenschmerzen in Arme und Beine aus und sind die Bewegungen eingeschränkt, muss sich das ein Arzt ansehen", sagt Kirchner. Auch ein Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, massive bewegungseinschränkende Rückenschmerzen und eingeschränkte Atmung, die auf die Schmerzen im Rücken zurückzuführen sind, müsse man umgehend untersuchen lassen. "Sind die Rückenschmerzen aber nur leicht, sollte man absolute Bettruhe und zu viel schonende Maßnahmen allerdings vermeiden", sagt Kirchner. Denn moderate Bewegung stärke die Rückenmuskulatur, löse Verspannungen und verhindere chronische Rückenschmerzen. (dapd)
18:24
Meines Wissens weist ein erheblicher Teil aller Menschen mit zunehmdem Alter Bandscheibenvorfälle oder zumindest Vorwölbungen auf, ohne dabei besondere Symptome zu entwickeln. Das zeigt schon, wie wenig diese Diagnose überhaupt aussagt. Allenfalls wenn ganz massive Ausfallerscheinungen vorhanden ist, kann eine OP notwendig werden. Fast immer lassen sich die anderen Symptome verursachenden Vorfälle, also die große Mehrzahl konservativ behandeln, insbesondere mit entzündungshemmenden u. schmerzstillenden Spritzen, vor allem aber mit einer Aktivierung des Rückens, Rückentraining etc.
12:25
leicht oberflächlicher Artikel zu einem komplexen Thema. Viele Orthopäden machen nicht mehr als eine Standarduntersuchung, setzen eine feine Spritze, verschreiben alberne Schmerzmittel und weg ist man wieder...... Erfolgsaussichten? = 0
Wer wirklich Probleme mit einer Bandscheibe hat, sollte solange es noch möglich ist, selber aktiv werden. D.h. z.B. einen Osteopathen aufsuchen, der sich die Sache mal ganzheitlich anschaut und evtl. Fehlstellungen der Knochen begradigt, die Ursache für einseitige Belastungen und Schäden an der Bandscheibe sein können.
Ganz wichtig: Nur von Profis behandeln lassen! Nicht der Orthopäde um die Ecke und nicht ins nächstgelegene Krankenhaus, sondern nur zu denen, von denen man weiß, dass sie ihr Handwerk verstehen.