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Schlafstörungen

Welche Therapie-Maßnahmen gegen Schlafstörung helfen

24.07.2012 | 11:45 Uhr
Zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter chronischen Schlafstörungen.

Olsberg.  Viele Menschen leiden unter chronischen Schlafstörungen. Schlechter oder unzureichender Schlaf führen zur gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck oder Depression. Doch es gibt spezielle Therapiemethoden, die helfen können, wieder erholsam zu schlummern.

Zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung schlafen nicht nur gelegentlich schlecht, sondern leiden unter chronischen Schlafstörungen. Fatal, denn wer auf Dauer schlecht und zu wenig schläft, gefährdet seine Gesundheit. ''Aus einem schlechten Schlaf können sich Erkrankungen wie Bluthochdruck , Schlaganfall, Burn-Out-Syndrom oder Depression entwickeln'', erklärt Dr. Günter Gerhardt, medizinischer Direktor der Aslan Klinik in Olsberg. Der Facharzt für Innere Medizin, Allgemeinmedizin und Psychotherapie untersucht mit seinem Team jedes Jahr viele ''Schlaflose''.

In der klinikeigenen Schlafschule lernen die Betroffenen, wieder gesund zu schlafen. ''Vor der ganzheitlichen Therapie und eventuell verordneten Schlafschule finden ausführliche Untersuchungen, die Erhebung wichtiger Laborwerte, und umfassende Gespräche statt. Für eine gründliche Diagnose ist zudem die moderne Schlafdiagnostik in einem Schlaflabor unerlässlich'', sagt Dr. Gerhardt.

Das richtige Therapieprogramm finden

Nach der Auswertung aller Untersuchungsergebnisse wird für jeden Patienten ein individuelles Therapieprogramm zusammengestellt, unter anderem bestehend aus: Entspannungsverfahren, Sport, Fitness, Bewegung , regenerative Verfahren wie Licht-, Sauerstoff- und Ozontherapie sowie Physikalische Gefäßtherapie.

Auch der richtige Umgang mit quälenden Gedanken steht auf dem ganzheitlichen Therapieprogramm. Hierfür wird der sogenannte Grübelstuhl eingesetzt. Auf diesem Stuhl kann der Patient über alles nachdenken, was ihn belastet. Das geschieht vor dem Schlafengehen und außerhalb des Schlafzimmers, damit diese Gedanken nicht ins Schlafzimmer getragen werden.

Um quälenden Gedanken näher zu kommen, ist es mitunter hilfreich, Patienten während der Traumphase zu wecken, und nach dem Traum zu befragen. Ebenso kann die Physikalische Gefäßtherapie eingesetzt werden: Der Patient wird nachts einem elektrischen Signal ausgesetzt. Damit wird die Umverteilung des Blutes unterstützt, die Schlafqualität verbessert sich und der Körper kann sich regenerieren.

Darüber hinaus wird geprüft, ob Defizite vorliegen. Fehlen beispielsweise Vitalstoffe , stören Schmerzen oder kribbeln die Beine im Schlaf. Im Rahmen dieses Behandlungskonzeptes können die Faktoren, die den Schlaf stören, an der Wurzel gepackt und systematisch behandelt werden. (mp)

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