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Schwangere können bei Erkältung auf Hausmittel zurückgreifen

31.12.2012 | 08:45 Uhr
Schwangere können bei Erkältung auf Hausmittel zurückgreifen
Schwangere Frauen können bei Erkältungen auf bewährte Hausmittel wie Kartoffelwickel zurückgreifen, meldet die Techniker Krankenkassse.Foto: dapd

Hamburg.  Schwangere Frauen können bei einer Erkältung bedenkenlos Hausmittel als Alternative zu Medikamenten verwenden. Das meldet die Techniker Krankenkasse jetzt. Allerdings sollte man einen Arzt konsultieren, wenn die Beschwerden länger als wenige Tage anhalten.

Werden schwangere Frauen krank, ist die Verunsicherung oft groß: Welche Medikamente dürfen genommen werden, welche nicht? Bei Erkältungsbeschwerden jedenfalls, so informiert die Techniker Krankenkasse, gibt es oft harmlose Alternativen zu den üblichen Arzneimitteln.

"Bei Husten , Schnupfen , Heiserkeit sollte man auf jeden Fall erst einmal ausreichend trinken", rät Heike Wendt, Apothekerin der TK. Am besten eignet sich warmer Tee wie Lindenblüten- oder Fencheltee. Schleimlösend wirkt auch eine Inhalation. Bei verstopfter Nase können kurzzeitig Präparate mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin angewendet werden, empfiehlt Christof Schaefer, Leiter des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie an der Berliner Charité.

"Bleibt die Anwendung auf wenige Tage begrenzt, besteht nach aktuellem Wissensstand kein Risiko. Bei sehr langer Therapiedauer oder starker Überdosierung könnten die abschwellenden Substanzen möglicherweise die Blutversorgung des Kindes einschränken", sagt der Kinderarzt.

Warme Kartoffelwickel als Hausmittel

Bei Bronchitis und Halsschmerzen gelten warme Kartoffelwickel als bewährtes und harmloses Hausmittel. Dazu werden Kartoffeln mit der Schale abgekocht und auf die Hälfte eines sauberen Küchenhandtuchs gelegt. Die andere Hälfte des Tuches darüber schlagen und die Kartoffeln zerdrücken. Danach in ein weiteres Tuch einschlagen und den Wickel eine halbe Stunde lang auf die Brust beziehungsweise den Hals legen.

 Zur Fiebersenkung können Schwangere - immer in Abstimmung mit ihrem Arzt - kurzzeitig auch ein reines Paracetamol-Präparat einnehmen. Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand sei die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft akzeptabel, erklärt Schaefer.

Hält der Arzt bei einem schweren bakteriellen Infekt ein Antibiotikum für unbedingt erforderlich, kann er ein Penicillin-Präparat verordnen. Für Schwangere verträgliche Antibiotika sind nach derzeitigem Wissensstand auch Erythromycin und Cephalosporine, wie Schaefer betont. (dapd)


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