Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Viren

Karneval droht Höhepunkt der Grippesaison zu werden

18.01.2013 | 05:45 Uhr
Karneval droht Höhepunkt der Grippesaison zu werden
Karnevalisten sollten in Menschenmengen dieses Jahr vorsichtig sein. Die Grippewelle könnte an Karneval ihren Höhepunkt haben.Foto: dapd

Heidenheim.  Beim Schunkeln und Küsschen geben aufpassen: Die Karnevalszeit könnte in diesem Jahr genau mit der Hochsaison der Grippe zusammenfallen. Auf Partys ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Für den Straßenkarneval gilt: Besser ein nicht allzu luftiges Kostüm wählen.

Der Höhepunkt der saisonalen Grippewelle könnte genau mit Karneval zusammenfallen. In den kommenden Wochen sei mit einem deutlichen Anstieg der Influenza-Fälle zu rechnen, sagt Michael Barczok vom Bundesverband der Pneumologen (BdP) in Heidenheim.

Ansteckungsgefährdet sei jeder, der sich in größeren Menschenansammlungen aufhält, zum Beispiel auf Karnevalspartys. Besonders in überfüllten, schlecht gelüfteten Räumen könnten sich Viren in der Luft vermehren und durch Tröpfchen in der Luft oder verunreinigte Oberflächen wie Türgriffe oder Gläser übertragen werden.

Auch wer sich beim Straßenkarneval zu luftig anzieht, riskiert Barczok zufolge schnell eine Grippeinfektion . Ein ausgekühlter Körper könne die Krankheitskeime nicht so gut abwehren.

Umfrage
Karneval ist der Höhepunkt der Grippesaison . Für Sie ein Grund, nicht mehr zu bützen?

Karneval ist der Höhepunkt der Grippesaison . Für Sie ein Grund, nicht mehr zu bützen?

 

Das gilt vor allem, wenn das Immunsystem durch Alkohol, Schlafmangel oder Nikotin zusätzlich geschwächt ist. Wer sich vorsichtshalber gegen die Grippe impfen lassen will, sollte das bald tun - es dauere etwa zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz aufgebaut ist, erläutert Barczok. Das europäische Netzwerk zur Influenzaüberwachung registriere derzeit besonders in Westeuropa steigende Erkrankungszahlen. (dpa)


Kommentare
Aus dem Ressort
Infektionen mit Rotaviren im Sauerland gestiegen
Gesundheit
Rotaviren sind die häufigsten Durchfallerreger im Säuglings- und Kleinkindalter weltweit. Auch Senioren ab 60 Jahren und Menschen mit schwachem Immunsystem können die Erreger treffen. Mit bisher 104 gemeldeten Erkrankungen ist in diesem Jahr im Sauerland ein ähnliches Ergebnis zu erwarten wie 2013.
Gesundheitskarte - Pannenprojekt oder digitale Revolution?
eGK
Teuer, kompliziert, nutzlos? Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) macht bisher viel Ärger. Doch auf die Versicherten und Ärzte rollt eine Welle neuer Möglichkeiten zu. Ab Ende 2015 sollen etwa Adresse und Versichertenstatus auf der Karte online überprüft werden können.
Autismus Therapie Zentrum Mülheim setzt Video-Behandlung ein
Autismus
Die so genannte Marte Meo-Behandlung wurde ursprünglich für Autisten entwickelt, ist aber auch in vielen anderen Therapiefeldern einsetzbar, zum Beispiel auch bei jungen Müttern. Fortbildungen zum Therapeuten werden im Autismus Therapie Zentrum in Mülheim angeboten.
Gelsenkirchener Klinik bekommt neuen Chefarzt der Neurologie
Krankenhaus
Es ist die einzige stationäre Neurologie in Gelsenkirchen, die Prof. Claus Haase jetzt an den Evangelischen Kliniken übernommen hat. Der 47-Jährige will die Stroke Unit für Schlaganfallpatienten samt Früh-Reha weiter stärken. Und auch sonst hat der Facharzt für Neurologie noch viel am Klinikum vor.
Dicke Kinder erkranken deutlich häufiger an Asthma
Übergewicht
Nach einer aktuellen Studie haben Kinder mit einem überdurchschnittlich hohen Body Mass Index (BMI) ein wesentlich höheres Risiko an Asthma zu erkranken als Altersgenossen mit niedrigerem BMI. Andere Faktoren, wie z.b. mangelnde Bewegung spielten bei der Kausalität keine Rolle.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos