Junge Französin verklagt Bayer wegen Anti-Baby-Pille
14.12.2012 | 15:11 Uhr 2012-12-14T15:11:05+0100
Paris. Eine junge Frau wirft dem Pharma-Konzern Bayer fahrlässige Schädigung vor. Sie hat drei Monate lang eine Anti-Baby-Pille des Konzerns eingenommen und dadurch einen Schlaganfall erlitten. Seither ist sie schwerbehindert. Mehrere Bayer-Pillen sollen besonders schädliche Nebenwirkungen haben.
Eine junge Frau, die seit einem Schlaganfall schwerbehindert ist, klagt in Frankreich gegen den deutschen Pharma-Konzern Bayer wegen der Vermarktung der Anti-Baby-Pille Meliane. Die Klage wegen "fahrlässiger Schädigung" eines Menschen wurde am Freitag bei der Staatsanwaltschaft von Bobigny bei Paris eingereicht, sagte der Anwalt der 25-Jährigen, Philippe Courtois.
Die Einnahme der Pille Meliane aus der dritten Generation der Anti-Baby-Pillen birgt ein erhöhtes Thrombose-Risiko. In schweren Fällen können Schlaganfälle die Folge sein.
Wer die Pille nimmt, will verhüten - sicher und sorglos. Doch was, wenn die Präparate der neuesten Generation krank machen? Studien sehen ein erhöhtes Thrombose-Risiko, Kritiker fordern ein Verkaufsverbot. Pharmakonzerne und Frauenärzte dagegen beschwichtigen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Pille "Meliane" ist trotz Thrombose-Risiko noch auf dem Markt
Die junge Frau hatte im Jahr 2006 einen Schlaganfall erlitten und ist seither schwer behindert. Ihre Klage richtet sich neben Bayer auch gegen die Behörde für Arzneimittelsicherheit ANSM, weil diese trotz des Vorsorgegrundsatzes nicht angeordnet habe, die Pille Meliane vom Markt zu nehmen.
"Sie hatte den Schlaganfall nur drei Monate, nachdem sie mit der Einnahme der Pille begann", sagte ihr Vater André Larat. Nach seinen Angaben wurde seiner Tochter nie vorgeschlagen, etwa einen Test zu Gerinnungsfaktoren vor der Einnahme der Anti-Baby-Pille zu machen.
Um die Zahl ungewollter Schwangerschaften zu verringern, will die SPD die "Pille danach" von der Verschreibungspflicht ausnehmen. Die Fraktion fordert die Regierung in einem Antrag auf, die Arzneimittelverschreibungsverordnung zu ändern. Die CDU lehnt den Vorstoß ab.
Verschiedene Bayer-Pillen sollen die Gesundheit schädigen
Neben der Pille Meliane werden weitere Pillen des Bayer-Konzerns für schwere gesundheitliche Schädigungen in verschiedenen Ländern verantwortlich gemacht. So haben 2011 die Eltern einer plötzlich verstorbenen Studentin in den USA gegen Bayer geklagt, da sie den Tod ihrer Tochter auf die Einnahme der Anti-Baby-Pille Yaz zurückführen. Die 18-Jährige hatte eine Lungenembolie erlitten. Negativ-Schlagzeilen machte zudem die Pille Yasmin in der Schweiz.
Pillen der "dritten Generation" gelten als gefährlicher als Vorgänger
Alle diese Pillen zählen zur dritten oder vierten Generation von Anti-Baby-Pillen, bei denen die Risiken für Nebenwirkungen im Vergleich zur zweiten Generation als höher gelten. Frankreichs Gesundheitsministerin Marisol Touraine hatte Mitte September angekündigt, dass die Kosten für Pillen der dritten Generation ab dem nächsten Jahr nicht mehr rückerstattet würden.
Pillen der dritten Generation enthalten andere Wirkstoffe, darunter Gestoden oder Desogestrel. Bei der nun angekündigten Klage handelt es sich um das erste strafrechtliche Verfahren in Frankreich wegen einer Anti-Baby-Pille. (afp)
12:26
Schon gruselig, derzeit werden immer mehr Horrorgeschichten bekannt. Allerdings sind Schlaganfälle auch als Nebenwirkungen unterschiedlicher Pillen angegeben bzw. Thrombosegefahr. Hier muss ich mal dringend loswerden, dass es hochsichere natürliche Methoden gibt, wie die symptothermale Methdoe (Pearl Index der Methode: 0,7, mit symptothermalem Zykluscomputer 1-3 - wichtig: nicht Persona!, dessen Werte sind viel ungenauer).
Ein Schlaganfall ist schon ein extremer, wenn auch definitiv kein Einzelfall. Aber auch die anderen Nebenwirkungen (austrocknende Schleimhäute, die zu chronischen Bindehautentzündungen und/oder Libidoverlust führen können oder Depressionen) haben es in sich ...
Wer sich über die Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel informieren mag, dem sei das Buch "Bittere Pillen" nahegelegt.
09:50
Warum ist eine spätere Generation der Pillen schädlicher als die davorige?
Hi!
Schau mal hier, der Artikel ist schon was älter, dürfte aber Infos für dich haben: http://www.derwesten.de/gesundheit/thrombose-risiko-ist-bei-neuen-pillen-selten-aber-bekannt-id37006.html
16:30
ohne sich nur im Geringsten über die Folgen im Klaren zu sein. Es gibt Studien zu diesem Thema, sie lassen sich ganz leicht über Google finden. So ist selbst nachgewiesen, dass die Partnerwahl, bei Frauen, welche die Pille nehmen nicht immer die Optimalste ist, sodass empfohlen wird bei festen Bindungsabsichten eine Zeit auf jene zu verzichten und anders zu verhüten. Das hört sich komisch an, ist aber bewiesen! Nun kann man die Pille in den Himmel loben, im Bezug auf die Selbstbestimmung, aber sie hat auch Schattenseiten. Man sollte sich hier nur die Studien zum Thema Östrogen in Trinkwasser oder in den Flüssen, da kommen einem schon bedenken. In Dänemark wird die hohe Östrogenkonzentration im Trinkwasser mit den gehäuften Deformationen männlicher Geschlechtsorgane bei Neugeborenen in Verbindung gebracht, sodass hier zuzeit Untersuchungen laufen. Der Anstieg von Hodenkrebs steigt jedes Jahr um 4% seit der Einführung der Pille, zwar nehmen Männer nicht die Pille, aber sie trinken Wasser
Uuh beängstigend. Das mit der suboptimalen Partnerwahl hat mich neugierig gemacht. Haben Sie mehr Infos?
@RennYuppieRenn Mensch sind Instinktgesteuert und jenes zu einem sehr hohen Grad. So verändern Hormone das Verhalten und auch den Geruch, da Menschen zwar meinen immer Herr ihrer Sinne zu sein, ignorieren sie jenes. Es gibt wirklich viele Studien zu diesem Thema, aber rufen sie sich einfach den Testosteronjunkie in den Sinn, schon hier sehen sie, Hormone verändern den Menschen körperlich und geistig, es werde Handlungen vollzogen, welche jener bei einem normalen Hormonverhältnis nicht getan hätte.
Frauen haben also mehr und wahlloser Sex? Männer verweiblichen?
15:42
Ich glaube kaum das diese Klage Aussicht auf Erfolg hat. Auf dem Beipackzettel sind alle Risiken aufgeführt.
http://www.bayerhealthcare.at/html/pdf/gi/Meliane.pdf