Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Ratgeber

Gegen Angst vor Spritzen hilft Wegschauen

24.06.2012 | 08:45 Uhr
Gegen Angst vor Spritzen hilft Wegschauen
Die Nadel ist für viele ein Alptraum. Wer die Augen verschließt oder den Blick abwendet kann dem entgegenwirken.

Essen.  Wer Angst vor Spritzen hat, kann sich beim nächsten Arztbesuch mit einem simplen Trick helfen. Da das Schmerzempfinden stark mit der visuellen Wahrnehmung gekoppelt ist, hilft es wegzuschauen oder die Augen zu schließen. So kann man die Prozedur ohne Panik überstehen.

Ob Impfung oder Blutentnahme – für viele ist diese Prozedur ein Graus . Ein guter Arzt wird den Patienten ablenken und empfehlen, im entscheidenden Moment wegzusehen. Dass dieser Trick tatsächlich funktioniert, ist jetzt von deutschen Wissenschaftlern in einer Studie bestätigt worden. Sie fanden heraus, dass Schmerzen tatsächlich eng mit der visuellen Wahrnehmung zusammenhängen.

Die Probanden mussten ihre Hand unter einen Bildschirm legen, auf dem in Videoclips eine fremde Hand zu sehen war. Die erhielt entweder Nadelstiche oder wurde sanft mit einem Wattestäbchen berührt beziehungsweise war ohne jede Instrumente zu sehen. So entstand der Eindruck, dass die gezeigte Hand die eigene ist. Parallel zu den gezeigten Videos erhielten die Versuchsteilnehmer in die (verdeckte) eigene Hand schmerzlose oder schmerzhafte Elektrostöße.

Das Ergebnis: Wenn nur die bloße Hand zu sehen war, empfanden die Teilnehmer die Stromstöße als nicht so unangenehm wie die, bei denen währenddessen Nadelstiche zu sehen waren.

Anika Lautz


Kommentare
24.06.2012
11:15
Gegen Angst vor Spritzen hilft Wegschauen
von karlo58 | #1

Boh-ein riesen Tipp...da muß man erstmal drauf kommen...ich hab auch noch einen..es tut auch nicht so weh,wenn man seinem Nachbarn mit dem Hammer auf den Daumen haut,und dabei weg sieht..einfach mal ausprobieren....dat hift in echt....Glück auf!!

Aus dem Ressort
Ärzte sehen Chancen in Selbstoptimierung per Smartphone-App
Gesundheit
Der eine checkt täglich seinen Stresspegel, der andere testet mit dem Smartphone seine gute Laune: Der Trend zu Selbstüberwachung per App nimmt teils kuriose Ausmaße an. In manchen Anwendungen sehen Mediziner aber durchaus Potenzial für die Kommunikation zwischen Arzt und Patient.
Experten raten von langer Pause im Büro ab
Entspannung
Wer eine ganze Stunde Mittagspause machen darf, ist darüber sicher froh - keine Hektik beim Essen, vielleicht ein Spaziergang oder ein Gespräch mit Kollegen, alles sehr entspannend. Doch noch besser als eine lange Auszeit pro Arbeitstag wirken sich mehrere kurze Pausen aus.
Was Patienten bei Verdacht auf Behandlungsfehler tun können
Gesundheit
Für ein fatales Versehen nach einer Schönheits-OP müssen jetzt eine Mainzer Klinik, ein Arzt und eine Medizinstudentin haften. Wenn Patienten glauben, ihr Arzt habe einen Fehler gemacht, sollten sie wissen, wie sie sich wehren können. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen.
Nach Unfall oder Krankheit bei Flügen an Thrombose denken
Venenschutz
Nach einer schweren Krankheit oder einem Unfall im Urlaub sollten Reisende mit dem behandelnden Arzt über eine Thromboseprophylaxe sprechen, bevor sie den Rückflug antreten. Das empfiehlt die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung.
Hattinger Klinikärzte implantieren zwei winzige Herzmonitore
Medizin
In der Klinik Blankenstein wurden zwei Patienten moderne Monitore implantiert, die so winzig sind wie nie und den Herzrhythmus überwachen. Die Geräte sind auch für Patienten mit Schwindelanfällen interessant und können sogar ambulant eingesetzt werden - wenn die Krankenkassen denn zahlen würden.
Umfrage
Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

 
Fotos und Videos