Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Weltdiabetestag

Diabetiker sterben häufiger an tödlichen Folgeerkrankungen

14.11.2012 | 11:45 Uhr
Diabetiker sterben häufiger an tödlichen Folgeerkrankungen
Wer regelmäßig zum Arzt geht, um sich auf Diabetes testen zu lassen, kann schlimmeren Folgeerkrankungen vorbeugen.Foto: Michael Kleinrensing

Berlin.  Diabetes entwickelt sich mehr und mehr zu einer Volkskrankheiten. Der Tod eines Diabetes-Patienten ist meist aber nicht auf die Zuckerkrankheit zurückzuführen, sondern auf einer der zahlreichen Folgeerkrankungen. Dazu gehören auch Herzinfarkte, Gefäßverschlüsse und Herz-Kreislaufkrankheiten.

Menschen mit Diabetes sterben meist nicht an der Zuckerkrankheit, sondern an einer der zahlreichen Folgeerkrankungen, wie der Diabetologe Matthias Kaltheuner im aktuellen Gesundheitsbericht "Diabetes 2013" schreibt. Im folgenden Fragen und Antworten zum Diabetes, der sich mehr und mehr zu einer Volkskrankheit entwickelt.

Reicht es aus, wenn Diabetiker regelmäßig ihren Blutzucker überprüfen?

Heute wird auf eine ganzheitliche Diabetesbehandlung gesetzt, das heißt, dass ein Betroffener in Zusammenhang mit seinem Lebensstil und Lebensumständen betrachtet wird. Raucht er, hat er Bluthochdruck, treibt er Sport, wie ernährt er sich ? Dies alles spielt eine Rolle, längst nicht mehr nur der aktuelle Blutzuckerwert.

An welchen Folgeerkrankungen leiden Diabetiker besonders häufig?

Unabhängig davon, ob jemand an einem Typ-1- oder Typ-2-Diabetes leidet, kann er gefährliche Folgekrankheiten entwickeln. Drei Viertel aller Diabetiker sterben an akuten Gefäßverschlüssen, meist ein Herzinfarkt, gefolgt vom Schlaganfall. Ihr Risiko, eine Herz-Kreislaufkrankheit zu bekommen, ist zwei- bis vierfach höher als bei Nicht-Diabetikern.

Ist der Blutzucker nicht richtig eingestellt, sind langfristig Nierenschäden zu erwarten. Auch bei Amputationen von Gliedmaßen sind Diabetiker besonders häufig betroffen - nämlich in 70 Prozent der Fälle. Augenerkrankungen - als Folge von Durchblutungsstörungen - sind bei Zuckerkranken ebenfalls häufig.

Diabetes erhöht außerdem das Risiko für depressive Verstimmungen: Etwa zwölf Prozent der Zuckerkranken in der Bundesrepublik leiden an einer behandlungsbedürftigen Depression. Umgekehrt erhöhen übrigens auch Depressionen das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Was können Betroffene tun, um solche Folgeerkrankungen zu vermeiden?

Vor allem sollten sie regelmäßig zum Arzt gehen, wenn möglich zu einem Diabetologen. Denn früh erkannt, lassen sich viele Erkrankungen behandeln. Augenarzt, Gefäßspezialist, Kardiologe - ein bis zweimal im Jahr sollte ein Besuch eingeplant werden. Einmal im Quartal sollte der Hausarzt Gewicht und Blutdruck kontrollieren sowie den Blutzuckerspiegel überprüfen. (dapd)



Kommentare
Aus dem Ressort
50 Ebola-Tote jeden Tag - Der Leichensammler von Monrovia
Ebola-Reportage
In der Hauptstadt Liberias sterben täglich Dutzende an Ebola. Die wenigen Kliniken sind überfüllt. So bleibt nicht viel mehr, als die vielen Leichen einfach zu verbrennen. Eine Reportage von einem der derzeit traurigsten Orte dieser Welt.
Wenn die Puste wegbleibt - Lungensport kann Patienten helfen
Lungentag
Lungenkranke meiden in aller Regel große Anstrengungen. Ein Fehler. Sie sollten sich sogar anstrengen, sagen Experten. Zum Beispiel beim Lungensport. Der Deutsche Lungentag am 20. September will zeigen, wie wichtig eine gesunde Lunge ist und welche Übungen Betroffenen helfen können.
Den passenden Sattel für lange Fahrradtouren finden
Fahrradfahren
Viele Kilometer auf dem Rad unterwegs - da tut schon mal der Allerwerteste weh. Der richtige Sattel beugt dem vor. Worauf Radler beim Kauf achten müssen, erklärt Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Grundsätzlich gilt: Ein schmalerer Sattel mehr bietet Bewegungsfreiheit.
Bei Internet-Apotheken auf das Sicherheitslogo schauen
Arzneimittel
Im Internet lassen sich Medikamente mit wenigen Mausklicks ganz einfach bestellen. Aber völlig risikolos ist das alles nicht. Gerade bei Arzneimitteln sollten Patienten ganz genau wissen, woher sie kommen. Dafür lohnt sich ein Blick auf das Sicherheitslogo der Online-Apotheke.
Vitamin-D-Speicher des Körpers im Herbst auffüllen
Ratgeber
Werden die Tage auch langsam kürzer und das Wetter ungemütlicher ist es dennoch wichtig, jeden Tag ausreichend Sonne zu tanken. Laut Deutschem Grünen Kreuz sollten zehn bis 25 Minuten jeden Tag an der Sonne verbracht werden, um auch in der kalten Jahreszeit genug Vitamin D produzieren zu können.
Umfrage
Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

 
Fotos und Videos