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Chirurgen verpflanzten in Stockholm erstmals künstliche Luftröhre

09.07.2011 | 11:15 Uhr
Chirurgen verpflanzten in Stockholm erstmals künstliche Luftröhre

Stockholm.  Ein internationales Chirurgenteam hat in Stockholm zum ersten Mal eine künstliche Luftröhre verpflanzt. Das künstliche Organ wurde zuvor mit Stammzellen des Patienten besetzt. Von dem neuen Verfahren könnten in Zukunft vor allem Kinder profitieren.

Einem internationalen Chirurgenteam ist nach Angaben eines schwedischen Krankenhauses die weltweit erste Transplantation einer mit Stammzellen besetzten künstlichen Luftröhre gelungen. Bereits im Juni habe ein 36-jähriger Patient mit Luftröhrenkrebs die neue Luftröhre bekommen, die aus einem synthetischen Gerüst mit einem Besatz aus seinen eigenen Stammzellen gebildet wurde, erklärte das Karolinska-Universitätsklinikum in Huddinge bei Stockholm am Donnerstag.

Das neue Verfahren könne die Transplantation von Luftröhren in Zukunft revolutionieren, betonte das Krankenhaus. Patienten müssten nicht mehr auf ein Spenderorgan warten, wenn ihnen ein aus einem künstlichen Gerüst und ihren eigenen Stammzellen gebildetes Organ eingesetzt werden könne. Davon könnten vor allem Kinder profitieren, da für sie wesentlich weniger Spenderorgane zur Verfügung stünden. (afp)

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