Zwei Welten

Helen ist Sozialarbeiterin im Mittleren Westen der USA, der junge Afrikaner Isaac hat ein Visum für ein Jahr bekommen. Sie kümmert sich um ihn, sie verliebt sich. Aber geht das? Nicht nur, weil in den 70er Jahren in der Provinz eine weiße Frau und ein schwarzer Mann zusammen Schwierigkeiten bekommen. Kann sie verstehen, wer er wirklich ist? Aus Äthiopien nach Uganda gekommen, vom Dorf in die Hauptstadt. Er schläft im Slum, hängt tagsüber an der Uni herum, findet einen Freund, beteiligt sich am Aufruhr, gerät in den Bürgerkrieg, erlebt Angst und Mord und Hunger. Kann er das Helen erzählen? Kann sie damit umgehen? Sie werden es versuchen.

Dinaw Mengestu, ein Autor mit afrikanischen Wurzeln, der in den USA lebt, erzählt in seinem Roman „Unsere Namen“ eine Liebesgeschichte klischeefrei und ermöglicht westlichen Lesern einen Blick auf Afrika, den man noch nicht kannte. Zusammengenommen ergibt das ein schönes, hartes, kluges Buch.