Zusammenhalt ist ein Stück Heimat
14.07.2009 | 11:44 Uhr 2009-07-14T11:44:00+0200
Hagen. Südwestfalen, das ist ein starkes Stück NRW. Wie gut, wie vielfältig, wie begeisterungsfähig man hier ist, zeigen die Aktivitäten der Vereine. Deshalb suchen WESTFALENPOST und Südwestfalen Agentur auch in diesem Jahren wieder Südwestfalens Verein des Jahres.
Nach dem überwältigenden Zuspruch im im letzten Jahr suchen wir - unterstützt von Westlotto - wieder Clubs, Initiativen und eingetragene Vereine, die beispielhaft sind. Beispielhaft für den Zusammenhalt, den Gemeinsinn, die Integration und das bürgerschaftliche Engagement in unserer Heimat. Die Aktion will der ehrenamtlichen Arbeit in der Freizeit Anerkennung zollen. Für die Vereine lohnt sich das Mitmachen. Es winken tolle Preise. Eine unabhängoge Jury ermittelt die Gewinner, deren Mitglieder sich über 5000 Euro, 3000 Euro bzw 1000 Euro für die Vereinskasse freuen dürfen.
Kleine Wehr ganz groß
Im vergangenen Jahr waren die Einsedungen so stark, dass die Jury zwei Sonderpreise vergeben musste. Wir haben den aktuellen Aktionsstart genutzt, um bei den Siegermannschaften nachzufragen, was sie mit ihren Preisgeldern angefangen haben.
Über den ersten Platz freuen durfte sich 2008 die Jugendfeuerwehr Löschgruppe Oberhenneborn (Schmallenberg). „Wir haben eine riesen Fete geschmissen, so richtig mit Pizza und allem drum und dran”, erinnert sich Jugendfeuerwehrleiter Jürgen Gerke gern an den Sieg zurück. „Uns hat es viel Spaß gemacht, wir können jeden nur ermuntern mitzumachen.” Einladungen ins Kreishaus, Besuch vom Bürgermeister, Gratulationen aus ganz Südwestfalen - die kleine Jugendfeuerwehrmannschaft war auf einmal ganz groß. Und die 5000 Euro Preisgeld sind gut investiert worden. „Wir haben unser Versprechen gehalten und 500 Euro an das Kinderhospiz Balthasar in Olpe gespendet”, so Gerke. Zudem wurden für alle Mitglieder Poloshirts bestellt. Das restliche Geld wird für laufende Kosten benutzt. „Wir machen demnächst eine 48-Stunden-Aktion, da können wir das gut gebrauchen.”
„Völlig überrascht” war Bernd Lehmann vom Rüthener Forum für Stadtentwicklung über den errungenen zweiten Platz. „Wir hatten nicht damit gerechnet, weil wir uns wirklich auf die letzte Rille beworben hatten und wir nicht wussten, was genau gefragt wurde von der Jury.” Die Geldprämie haben die Rüthener noch nicht ausgegeben, denn noch müssen politische Entscheidungen zur Finanzierung getroffen werden. „Das Geld werden wir vielleicht für eine Tür einsetzen und darauf hinweisen, dass diese durch die tolle Vereinsaktion der WESTFALENPOST ermöglicht wurde”, so Lehmann.
Beim Förderverein „Bad am Rothaarsteig” floss das Geld zunächst in die Vereinskasse - schließlich gibt es hier auch eine Menge zu tun.
Und die weiteren Platzierten? Ein wenig enttäuscht zeigt sich Joachim Nöh vom CVJM Dreis-Tiefenbach im Nachhinein. „Bei der Preisverleihung ging es mir zu wenig um die Vereine.” Aber die 1000 Euro Preisgeld wurden gut in die offene Jugendarbeit investiert. Dart, Billard und weitere Spielmöglichkeiten wurden renoviert, weiteres Geld auf die Seite gelegt. „Wir würden immer wieder mitmachen.”
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