Wolf ruft Muslime zur Zurückhaltung beim Bau großer Moscheen auf
03.12.2009 | 19:08 Uhr 2009-12-03T19:08:00+0100Düsseldorf. NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) hat die Muslime zur Zurückhaltung beim Bau großer Moscheen aufgefordert, um Ängste und Vorbehalte in der Bevölkerung abzubauen.
„Moscheen müssen sich wie andere Bauwerke nach den Regeln des Baurechts in ihre Umgebung einfügen”, sagte Wolf unserer Zeitung am Rande der Innenministerkonferenz.
Wolf appellierte an die muslimischen Gemeinden, sich mehr zu öffnen „und ihre Religion noch deutlicher zu erklären”. So ließen sich Vorurteile bei Bürgern mindern.
Vor dem Hintergrund des Schweizer Minarett-Verbots sprach sich der NRW-Innenminister dafür aus, den Dialog mit den Muslimen in Deutschland weiter zu intensivieren. „Im Interesse der überwältigenden Mehrheit friedliebender Muslime hier bei uns darf ihre Religion nicht mit Gewalt durchgesetzt werden”, warnte der Innenminister. „Von den in NRW lebenden Muslimen sind weniger als ein Prozent Islamisten, die sich gegen unsere demokratischen Grundwerte stellen.”
Die Innenministerkonferenz will heute eine Erklärung zum Moschee-Bau abgeben. Der Sprecher der CDU-Innenminister, Volker Bouffier (Hessen), mahnte im Vorfeld, dass Minarette oder Kuppeln, die wegen ihrer Größe eine Stadt oder ein Dorf dominierten, Ängste vor einer Islamisierung schürten und Proteste auslösten.

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