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RTL verfilmt Verzweiflungstat für die Liebe

03.09.2009 | 12:03 Uhr
RTL verfilmt Verzweiflungstat für die Liebe

Köln. Mit einer Pistole in der Hand entführt ein junger Mann am 30. August 1978 eine polnische Tupolew auf dem Weg von Danzig zum Flughafen Schönefeld in Ost-Berlin. Er zwingt die Maschine zu einer Landung auf dem West-Berliner Flughafen Tempelhof.

Der DDR-Bürger Jürgen Treske (Hendrik Duryn) arbeitet in Ost-Berlin im Cafe´ Moskau zusammen mit Kollegin Anja Rautenberger (Sophie von Kessel). Die verliebt sich in den West-Berliner Gast und Bauingenieur Michael Franjek („Tatort”-Kommissar Oliver Mommsen). Nach einer Weile wollen die beiden vor der Stasi fliehen, aber sie scheitern. Deshalb entschließt Jürgen sich, den beiden mit einer Flugzeugentführung nach West-Berlin zu „helfen”. Diese wahre deutsch-deutsche Geschichte ist weitgehend unbekannt, deshalb hatten Regisseur Thomas Jauch und Produzent Nils Dünker im Vorfeld der Dreharbeiten das Glück, mit Zeitzeugen der 1978 entführten Maschine zu sprechen.

Zeitzeugen

„Es ist eine Zeitreise in die ehemalige DDR mit einer wahren Handlung sowie einer wunderschönen Liebesgeschichte”, schwärmt so auch Oliver Mommsen bei Dreharbeiten in Köln. Es sei eine willkommene Abwechslung zum „Tatort”, ergänzt er. Der gebürtige Leipziger Hendrik Duryn schwelgt derzeit täglich in Erinnerungen: „Da kommt jetzt beispielsweise Geschirr auf den Tisch, da denke ich: Mensch, das ist gerade deine Kindheit. Einerseits ist das grässlich, andererseits aber auch schön.”

Gewöhnungsbedürftig ist dagegen für alle Darsteller die Original-Kleidung aus den 1970er Jahren. „Ich habe Westklamotten an, auch wenn man es nicht sieht”, betont Mommsen und zupft an seinem grauen Anzug herum. „Außerdem versuche ich konzentriert, nicht zu schwitzen”, verrät er. So ganz klappt das aber nicht. Auch Sophie von Kessel kann sich mit den Sachen nicht anfreunden. „Ich habe das Gefühl, wenn man da eine Flamme dranhält, schmilzt das Oberteil in 30 Sekunden”, stöhnt sie.

Obwohl Duryn gebürtiger Ostdeutscher ist, wusste er vor dem Lesen des Drehbuches nichts von der Entführung: „Wir hatten damals keinen Fernseher, und ich war ja auch erst elf Jahre alt.”

Ausgestrahlt werden soll der Film „Westflug” 2010.

Kerstin Wegener

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