Mehr Krebskranke in Nähe von Sendemast
07.03.2009 | 23:55 Uhr 2009-03-07T23:55:00+0100Iserlohn. „Wir haben hier seit der Inbetriebnahme der Sendeanlage vermehrt Fälle von Krebserkrankungen beobachtet.” Frank Neppe, Mitglied einer Bürgerinitiative, die sich gegen die Mobilfunkanlage im Herzen des Dorfes Hennen im Norden Iserlohns richtet, schlägt Alarm.
Alle Versuche, die Abschaltung der Anlage in einem Wohngebiet und in direkter Nachbarschaft einer Grundschule zu erreichen, waren fehlgeschlagen. Daher wandte sich Neppe an den Mediziner Dr. Horst Eger, der bereits vor einigen Jahren eine unter dem Namen Naila-Studie bekannt gewordenen und kritisch diskutierte Langzeituntersuchung zu den gesundheitlichen Risiken in der Nachbarschaft eines Sendemasten in seinem Heimatort durchgeführt hatte. Die jetzt veröffentlichte Studie, die Daten von 575 Anwohnern in einem Umkreis von 400 Metern rund um die Ablage auswertet, zeigt nun einen signifikanten Anstieg der Krebsinzidenz: Mit rund 59,3 Jahren liege das mittlere Alter der an Krebs erkrankten deutlich unter dem Mittelwert von 66,5 Jahren.
Studie im Fachmagazin veröffentlicht
Die Studie wurde jetzt im Fachmagazin „Umwelt Medizin Gesellschaft” veröffentlicht, das als Organ von vier deutschen Umweltmedizin-Verbänden vom Ökologische Ärztebund (ÖAB) in Bremen herausgegeben wird, und viermal jährlich in einer Auflage von etwa 4000 Exemplaren erscheint. Eine Kurzzusammenfassung der Studie ist hier einzusehen.
Mediziner sieht akuten Handlungsbedarf
Dr. Horst Eger sieht in dem Ergebnis dringenden Handlungsbedarf. Es sei eine wissenschaftliche Tatsache, dass die Strahlungen von Mobilfunksendeanlagen die Zellteilung beeinflussen, was grundsätzlich ein erhöhtes Krebsrisiko bedeuten kann, erklärte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Für konkrete Erkenntnisse über die tatsächlichen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hätten aber bisher die nötigen Langzeitstudien gefehlt. Die Studien aus Naila und Hennen, so Eger, seien die ersten derartigen Studien europaweit. Und die sprächen eine deutliche Sprache. „Es müssen dringend noch weitere Studien durchgeführt werden”, fordert Eger.
Für die Anwohner ist die Studie Anlass, die Abschaltung der Sendeanlage zu fordern. Schon wegen der Nähe zur Grundschule.
19:43
# 48 = richtig # 46
19:41
#45 Letztendlich kann man auch eine Erreichbarkeit gewährleisten, ohne dafür Sendemasten in Wohngebieten zu installieren. Da sollte der Weg hingehen.
Ist ja prima , wo haben Sie Ihr Netz, praktisch im Betrieb ???
19:38
#48 Sie müßten das aber beweisen ! Mit dem Krankmachen
Es erwartet Sie dann min. 1 Mill . US Dollar und wären ein gesuchter Mensch ,der seine Fähigkeiten bei etlichen Firmen und Dienste verkaufen könnte .
Der Jackpot mit seinen 48 Millionen € wäre da eine lasche Angelegenheit !!!
Sind Sie neidisch auf andere Immobilienbesitzer ? .
17:38
#45 von kuki
Ohne Sendemasten im Wohngebieten ist kein flächendeckendes Handynetz denkbar. Es sei denn die Sendeleistung der Handys - und selbstverständlich auch die der Sendemasten müßte dramatisch erhöht werden, weit über die gesetzlich zulässige Strahlung hinaus! Bei dieser Strahlung in Kopfnähe hätte ich große Bedenken. Hinzu kommt, dass die Akkus der Handys dann weit größer ausfallen müßten.
Bei der richtigen Recherche kommt man zwangsläufig zum Ergebnis, dass ich bereits in meinem Kommentar #22 erläutert habe.
16:32
Der Profitgier einiger Immobilienbesitzer,
die ihre Dächer für diese Krankmacher
bereitstellen muß gestoppt werden.
Solange nicht bewiesen wir das die
Dinger 100 % NICHT krankmachen, gehört
das verboten.
15:38
Herr Bruns, Sie sollten zu diesem Thema besser recherchieren. Das liegt Ihnen doch eigentlich sehr gut. Es geht auch nicht darum, dass man ohne Handy auskommen kann. Es geht darum, dass sich die verschiedenen Anbieter übertrumpfen. Letztendlich kann man auch eine Erreichbarkeit gewährleisten, ohne dafür Sendemasten in Wohngebieten zu installieren. Da sollte der Weg hingehen.
14:01
@35
Es wird mal wieder in typische deutscher Manier Panikmache und Technikfeindlichkeit betrieben.
... den Satz habe ich vor vielen Jahren schon einmal
aus dem Munde eines Dipl. Ing. gehört.
Damals das Thema: Zerstörung der Ozonschicht
durch Menschenhand.
Und? Wo stehen wir heute?
Ich finde es gut wenn die Menschen sensibilisiert
werden durch solche Berichte. Denn zwar ist
noch nichts erwiesen, aber die Hände in die
Hosentasche stecken und warten bis wir alle
Krebs haben, wäre weitaus schlimmer.
13:49
So lange deutsche Baubehörden die Errichtung von Arbeitsplätzen unter Höchstspannungsleitungen (z..B. 380000Volt) zulassen, werden sicher keine Funksendemasten abgebaut, obwohl inzwischen jedes Kind weiss, dass Elektrosmog mit dieser Intensität schnell Krebs auslösen kann. Insbesondere sind natürlich Kleinkinder gefährdet. So lange aber die deutsche Politik aus der Energiewirtschaft und der Telekommunikations-Industrie (Telekom u.a.) regelmäßig mit Millionenbeträgen gesponsert wird, wird sich auch in Zukunft nichts daran ändern. Hier würde nur ein Parteienverbot oder ein konsequentes Verbot von Parteispenden (aus der Industrie) wirklich Abhilfe schaffen. Insbesonder müsste auch ein heimliches Schleppen von Geldkoffern in die Parteibüros verhindert werden.
13:34
Und wenn man die durch schnelle Handy-Notrufe geretteten Menschen in Relation setzt mit den vermeintlich durch Funkwellen an Krebs Gestorbenen, dann dürfte das Ergebnis für die Handy-Kommunikation ausfallen.
13:20
Wer sich für die Grenzwerte interessiert, sollte sich mal die Seite vom Umweltinstitut München ansehen. Und was Attendorn betrifft: Dort hat man wenigstens das Gefühl, dass die Verantwortlichen noch bei ihren Bürgern sind. In anderen Kommunen, wird doch nur noch aufs Geld geschielt. In diesem Zusammenhang sollte man sich auch mal die Städte anschauen, die sich am T-City-Projekt beteiligt haben.