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Hilfe auf dem letzten Abschnitt des Lebens

28.04.2009 | 16:30 Uhr

Düsseldorf. In NRW soll unheilbar Kranken und Sterbenden der letzte Lebensabschnitt erleichtert werden. Neben dem Einsatz schmerzstillender Medikamente sollen die Angebote der Hospizversorgung zu Hause ausgebaut werden.

Hilfe und Beistand auf dem letzten Weg. In NRW soll die häusliche Hospizversorgung ausgebaut werden. Foto: ddp

In einem gemeinsamen Antrag aller Landtagsfraktionen setzt sich der Landtag für einen flächendeckenden Ausbau der Palliativversorgung aus. Unter Palliativmedizin versteht man die angesichts des Todes schmerzlindernde und nicht mehr heilende Form der Behandlung und Betreuung.

Derzeit gibt es in NRW 41 Palliativstationen, 56 stationäre Hospize, 38 spezielle Dienste für Kinder und 287 ambulante Hospizdienste. Hinzu kommen 8000 ehrenamtliche Betreuer. Über 80 Prozent der Betroffenen haben den Wunsch, zu Hause zu sterben. Neben der Angst vor Schmerzen herrscht aber die Angst, Angehörigen zur Last zu fallen oder fremde Hilfe nicht bezahlen zu können. Gleichzeitig fürchten Betroffene, ohne menschliche Nähe in einem Krankenhaus oder Pflegeheim zu sterben oder nur noch von Apparaten künstlich am Leben gehalten zu werden. NRW will die Menschen deshalb gezielter über die Hospiz- und Palliativversorgung aufklären. Außerdem soll das Instrument der Patientenverfügung oder der Vorsorgevollmacht bekannter gemacht werden. Die NRW-Parteien drängen auch auf eine weitere Öffnung der Hospize für Migranten. Dazu müssten Zugangsbarrieren für andere Glaubensrichtungen abgebaut werden. Alle diese Aufgaben sind aber ohne ehrenamtliche Helfer nicht leistbar. Entschieden spricht sich der Landtag gegen eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe sowie die Tötung auf Verlangen aus. Der Schutz des Lebens müsse Grundlage des gesetzgeberischen Handelns bleiben.

Von Wilfried Goebels

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