Endspurt für das große Tafeln mit Horst Köhler
01.07.2009 | 18:24 Uhr 2009-07-01T18:24:00+0200
Hagen. Berlin, wir kommen! Wenn am Freitag Bundespräsident Horst Köhler mit 1500 Bürgern aus der gesamten Republik vor dem Brandenburger Tor tafelt, wird auch eine 50-köpfige Delegation aus Südwestfalen dabei sein.
Angeführt werden die Leser der Westfalenpost vom Olper Schützenpaar. König Andreas Reipen und seine Gemahlin Marita freuen sich bereits, dem ersten Mann im Staat die Hand schütteln zu dürfen. Die beiden sind Teil eines Spalieres, das der Präsident abschreiten wird. „Wir freuen uns sehr”, sagt der Olper Schützenkönig, der leider ohne die mächtige Amtskette anreisen wird. Denn dieses Symbol der Macht darf laut Vereinsstatuten die Grenzen des Kreises nur in Vorstandsbegleitung verlassen. Ausnahmen sind nicht vorgesehen. Nicht einmal, wenn der Präsident ruft. Deshalb sollte eigentlich der Olper Major mit von der Partie sein. Doch ein Trauerfall machte diese Pläne zunichte. „Das ist schade, aber ich werde die Königin bitten, ihr Festkleid mit Schärpe zu tragen”, verrät Reipen. Der Präsident wird's verstehen.
In Meschede hat indes der Endspurt begonnen. Den Chef des Saxophon-Quartetts „The Chameleons”, Graham Ellis, erwischen wir bei einer Probe: „Das wird super, Tafelmusik ist unsere Spezialität.” Klassik und Swing haben die vier Profi-Musiker aus Meschede im Repertoire, aber auch keltische Inszenierungen. Und wie ist es mit Lampenfieber, angesichts der Tatsache, dass „The Chameleons” auf der Einladung in einem Atemzug mit dem Polizeiorchester Berlin genannt werden? Für Ellis eine klare Sache: „Nach zwei Bier ist das Lampenfieber auf jeden Fall verschwunden!”
500 Kilometer weiter östlich hat derweil das große Schälen und Schnippeln begonnen. Seit gestern bereitet ein 40 Mann starkes Köcheteam des Adlon unter Anleitung von Küchendirektor Christian Müller das Drei-Gänge-Menü mit herzhaftem Charakter vor. „Der Fischsülze aus Flusskrebsen folgt ein Erbseneintopf à la Adlon mit Kalbstafelspitz. Den Abschluss bildet ein Kirsch-Mandel-Streusel-Kuchen”, sagt Müller. Südwestfalen läuft das Wasser im Mund zusammen und bringt natürlich gute Zukunftswünsche mit.
Zukunftswünsche unserer Leser:
Deutschland: Land freier Menschen, vorurteilsfrei, solidarisch, gerecht, weltoffen und friedlich mitten in Europa. Lothar und Marlies Epe, Olpe
Ich bin dankbar für die Errungenschaften unseres Staates in den vergangenen 60 Jahren. Karl Heinz Jung, Brilon
Ich wünschte, dass der Arbeiter für seine Arbeit anständig entlohnt wird und von diesem Geld leben kann. Chr. Birkelbach, Erndtebrück
Ich wünschte mir mehr Kinderfreundlichkeit in Deutschland. T. Schneider, Bad Fredeburg
Niemand sollte vergessen, dass unsere Zukunft in den Händen der Kinder liegt. Ein Kinderlachen ist eine Bereicherung und keine Belästigung! Gabriele Röllecke, Iserlohn
Deutschland braucht sozialen Frieden, Arbeit und Gerechtigkeit. Dafür wollen wir stets kämpfen, Hand in Hand, in Einigkeit. Roland Klose, Schmallenberg
Es ist eine Vision vom Bau des eigenen Lebensweges und dem gleichzeitigem Engagement für andere Menschen, an der diese Generation arbeitet und an die sie glaubt. Genau diesen Zeitgeist der jungen Menschen möchte ich dem Bundespräsidenten an diesem 3. Juli vermitteln. Frank Hämmerling, Bietigheim-Bissingen
Freiheit muss erarbeitet werden. Horst Pieper, Menden
Wie Johann Wolfgang von Goethe schon schrieb: "Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen" hoffe ich, dass es gelingen wird, für alle Bürger und Einwohner der Bundesrepublik Deutschland ein ruhiges und gesichertes Leben zu ermöglichen. Marlies Althaus, Hagen
Möge Deutschland Wegbereiter in der medizinischen Forschung sein, um Fortschritte bei der Bekämpfung von Aids, Alzheimer und Weiteres zu erzielen. Elisabeth und Hans-Jürgen Helfmeier, Ense
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Da Horst Köhler nicht gerade ein Synonym für Demokratie ist, hoffe ich auf keiner Teilnahme.