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Ein guter Monat

29.10.2009 | 20:01 Uhr

Der erwartete Einbruch am Arbeitsmarkt ist ausgeblieben.

Jeder Monat, in dem der vorhergesagte große Einbruch am Arbeitsmarkt ausbleibt, ist ein guter Monat für die Arbeitnehmer. Was haben uns die so genannten Experten nicht alles prophezeit: Die Unternehmen würden nur die Bundestagswahl abwarten und dann sofort zu Massenentlassungen übergehen. Alles Unsinn, könnte man kurz und bündig sagen.

Den Arbeitsmarkt erreicht eine Konjunktur-Veränderung erst ganz zum Schluss, und in diesem Fall zieht sich das gottlob hin. Nun ist es ja nicht so, dass die größte Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit bei den Arbeitslosenzahlen überhaupt nicht spürbar wäre. Aktuell 232 000 Erwerbslose mehr als im Oktober 2008, als die Krise ihren Anfang nahm, sprechen eine deutliche Sprache.

Dass es nicht mehr geworden sind, ist auch den Entscheidungen der Vorgängerregierung zur Verlängerung der Kurzarbeit zu verdanken. Mit dieser Maßnahme können die meisten Firmen leben - noch. Dass es nicht den ganzen Winter über so moderat weitergehen wird, liegt auf der Hand. Die Belastung für den Arbeitsmarkt ist unabwendbar, die Frage ist nur, wie stark sie tatsächlich ausfällt. Auch beim Konjunkturverlauf hatte man sich auf Schlimmeres eingestellt.

Der neuen Regierung bleibt eine frühe Hypothek erspart. Vom kommenden Jahr an sind es ihre Arbeitslosen.

Stefan Pohl

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