Datenschutz gilt auch im Netzwerk
10.03.2009 | 18:23 Uhr 2009-03-10T18:23:00+0100
Berlin. Ob StudiVZ, SchülerVZ, MySpace, Facebook oder Xing: Wer nicht drin ist, ist gesellschaftlich draußen. Dass bei den sozialen Netzwerken in puncto Datenschutz zum Teil äußerte Vorsicht geboten ist, wird oft übersehen.
Von solchen Zahlen können andere Wirtschaftszweige derzeit nur träumen. Um 36 Prozent auf 23,8 Millionen Besucher steigerten die sozialen Netzwerke in Deutschland von Januar 2008 bis zum Januar 2009 laut einer Erhebung ihre Besucherzahlen. Die Spitzenreiter Yasni.de und Facebook.com konnten gar Zuwächse von 530 bzw. 465 Prozent verbuchen.
Gerade Facebook wird dies gerne vernommen haben, stand es doch in den letzten Wochen aufgrund geänderter Geschäftsbedingungen stark in der Kritik. Datenschützer und Nutzer protestierten vehement, als das Unternehmen sich per AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) die privaten Inhalten seiner Nutzer zunutze machen wollte. Theoretisch wäre es Facebook.com dann gestattet gewesen, Privatfotos und -videos für eigene Werbung zu verwenden. Die aufbrandende Kritik ließ das Unternehmen zurückrudern. Und Nutzer sozialer Netzwerke schauten ein bisschen genauer hin, auf was sie sich per AGB einlassen.
„Viele junge Menschen glauben, an solchen Netzwerken nicht vorbei zu kommen”, beobachtet Georg Tryba von der Verbraucherzentrale NRW. Er fügt hinzu: „Persönliche Daten werden oft ohne Nachdenken ins Netz gestellt. Über mögliche Folgen macht man sich keine Gedanken. Das macht die Sache problematisch.” Ein Guter Grund, den Datenschutz bei StudiVZ und Co. nun auf die Agenda der Verbraucherzentrale zu heben. Arbeitsgruppen, zu denen spezialisierte Juristen zählen, sollen nun die AGB prüfen, um Verbrauchern in Zukunft besser zur Seite stehen zu können. „Es gibt einen dringenden Bedarf an Aufklärung”, so Tryba.
Eine Umstand, der die Betreiber der deutschen Netzwerke StudiVZ, wer-kennt-wen.de und Lokalisten.de heute in Berlin zum Anlass nehmen, sich unter dem Dach der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) einem Verhaltenskodex zu verpflichten. Eine verstärkte Hinwendung zum Jugend-, Daten- und Verbraucherschutz ist das Ziel.
„Daten- und Jugendschutz haben für uns oberste Priorität.”
Dirk Hensen, StudiVZ
„So ein Kodex macht Sinn. Gerade wenn eine Organisation wie die FSM dahinter steht, die das Ganze kritisch beobachten kann”, sagt Dr. Astrid Auer-Reinsdorff, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie der deutschen Anwaltschaft. Sie rät allen Netzwerk-Nutzern „sich wirklich ganz genau anzuschauen”, wie das Unternehmen Daten verwertet, bevor man sich registriert. Die Juristin rät zudem, zu deutschsprachigen Netzwerken, weil diese gesetzlich dem deutschen Recht verpflichtet sind. Dieses verbiete dem Unternehmen, sich Urheberrechte vollkommen abtreten zu lassen, wie es US-Betreiber Facebook vor hatte. „Die USA hat andere Urheberrechtsvorstellungen, die hier aber keine Gültigkeit besitzen”, beruhigt sie. Auch nicht für Facebook-Nutzer. Denn die Übersetzung der englischen Geschäftsbedingungen sei „widersprüchlich und nicht transparent”.
„Daten- und Jugendschutz haben für uns oberste Priorität”, bekräftigt Dirk Hensen, Leiter der Unternehmenskommunikation bei StudiVZ. Der Verhaltenskodex sei der richtige Weg, dies zu zeigen.
13:31
Diesen Datenschutz gibt es in Wirklichkeit gar nicht.
Bist du in Internet, sind auch deine Daten drin.
Wenn sie nicht schon vom Telefonanschluss...
...na ja.
“Mal was liebes - Grüße Michael”
und Frohe Ostern.
13:25
@Wer nicht drin ist, ist gesellschaftlich draußen.
Es ging auch gut ohne!
Mit einem Pseudonym auch, zb. 123koch.
http://person.yasni.de/michael-koch-1939.htm
“Mal was liebes - Grüße Michael”
und Frohe Ostern.