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Chemikalie in Schnullern entdeckt

01.10.2009 | 19:44 Uhr
Chemikalie in Schnullern entdeckt

Hagen. Viele Babyschnuller sind mit einer hormonell wirksamen Chemikalie belastet. Das ergab ein Test des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND). Demnach wurde in Schnullern Bisphenol A nachgewiesen. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) prüft nun, ob eine Gefahr für Babys besteht.

Bei dem Stoff Bisphenol A handelt es sich um eine Industriechemikalie, die zur Herstellung für Polycarbonat (Kunststoff) und Kunstharze verwendet wird. Der Stoff findet sich unter anderem in Plastik-Gegenständen wie Trinkbecher, Plastikgeschirr, Flaschen oder eben auch Schnullern.

Die höchste Konzentration an Bisphenol A wurde bei dem vom BUND in Auftrag gegebenen Test in den Kunststoffschildchen gefunden, welche den Schnullersauger halten. Diese Schildchen, die mit einer Ausnahme aus Polycarbonat bestanden, wiesen eine Konzentration von 200 bis 2300 Milligramm pro Kilogramm auf. Auch in den Saugteilen von Latex-Schnullern von Babysmile, Dentistar, Babylove und Nuk sowie bei einem der sechs untersuchten Silikon-Schnuller (Avent) lagen die Analysewerte zwischen 80 und 400 Miligramm pro Kilogramm.

Risiko noch unklar

Ob von den belasteten Schnullern eine gesundheitliche Gefahr für Babys ausgeht und wenn ja, wie hoch diese ist, vermag man beim Bundesamt für Risikobewertung derzeit noch nicht zu sagen. Miriam Ewald, Sprecherin des BfR, betont jedoch: „Es kommt nicht allein darauf an, wie hoch die Konzentration von Bisphenol A in den Schnullern ist, sondern welche Menge des Stoffs beim Gebrauch austritt.” Erst wenn diese Frage geklärt sei, könnten die Experten Auskunft darüber geben, welche Mengen der Chemikalie von einem Baby aufgenommen werden könnte. Derzeit laufen am BfR Untersuchungen, die für eine Risikobewertung benötigt werden. Die Auswertung der Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Auf EU-Ebene wurde für Bisphenol A ein so genannter TDI-Wert festgelegt. Dieser beziffert die Menge, die ein Mensch ein Leben lang täglich aufnehmen kann, ohne dass unerwünschte gesundheitliche Wirkungen auftreten. Bei Bisphenol A liegt dieser Wert bei 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

BUND fordert Verbot

Nach Angaben des BUND steht die Chemikalie im Verdacht, Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen. Laut BfR hat Bisphenol A eine „geringe akute Giftigkeit”. Hinweise auf eine krebsauslösende Wirkung aber gebe es bislang nicht. Auch sei eine kurzfristige Überschreitung des TDI-Werts nicht kritisch, wie Miriam Ewald betont.

Wie sich der Stoff auf den Körper auswirkt, hängt auch von der Entwicklungsphase ab. „Babys haben einen empfindlicheren Organismus als ein erwachsener Mensch”, so Ewald. Die hormonartige Wirkung von Bisphenol A sei ähnlich der von Östrogen, die Wirkung sei aber um ein Vielfaches geringer. Der BUND fordert ein Verbot von Bisphenol A für alle Kinderartikel und für Produkte, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen.

Silke Wrona


Kommentare
29.10.2009
12:53
Chemikalie in Schnullern entdeckt
von ursula.k | #13

Panikmache hin oder her...
Ich finde, solange der Verdacht auf ein eventuelles Risiko besteht sollten wir, die Politiker, die Hersteller das hier alles sehr ernst nehmen!

Bis die Herstellung der Schnuller nicht verändert wird sollten die betroffenen Schnuller vom Markt genommen werden!

Warum liegt die Grenze in der EU eigentlich höher? Der Stoff ist doch überall gleich gefährlich!!!

02.10.2009
19:03
Chemikalie in Schnullern entdeckt
von Der Mahner | #12

... und die Menschheit ist schon seit Jahrhunderten ausgestorben! Hat nur noch keiner gemerkt und vergessen, umzukippen!

Im Spinat ist der Schadstoff, beim Pommes fritieren sterben wir sowieso und beim Grillen bringen wir uns alle um.

Interessant, was als nächstes kommt? Achja, vielleicht lässt das Internet ja Gehirne verdorren und im Bier ist meistens Alkohol. Am Schlimmsten dürfte aber sein, dass das Essen und Trinken an sich schädlich für den Körper sein kann.

Wie war das? Wer gesund leben will, muss das Atmen einstellen?

Manchmal frage ich mich wirklich, in was für einer bescheuerten Welt wir mittlerweile leben!

Früher haben wir als Kinder an den Schnulelrn genuckelt, im Schlamm gebadet und schon mal Dinge probiert, die ich hier erst gar nicht nennen möchte. Und das alles mit den vielen Schadstoffen und Bakterien belastet... Mann, ich bin ja schon tot, wenn ich den ganzen Mist von heute glauben würde.

Schubs mich mal einer, damit ich umfalle.

02.10.2009
14:12
Chemikalie in Schnullern entdeckt
von panikmache | #11

Typisches Beispiel für Panikmache. Allein die Aussage, man habe eine Chemikalie in Schnullern entdeckt (Überschrift), ist an Trivialität schwer zu überbieten. Schließlich wachsen Schnuller nicht auf Bäumen.

02.10.2009
13:49
Chemikalie in Schnullern entdeckt
von panik_für_panik_für_alle | #10

@panik_für_alle: es ging bei dieser Analyse auch nur um die Saugteile. Erstmal richtig lesen!!! Oder hat Bisphenol A in deiner Kindheit schon richtig zugelangt?!

02.10.2009
13:45
Chemikalie in Schnullern entdeckt
von panik_für_alle | #9

Ja, gueni! Denn 1 Schnuller wiegt ja auch bloß 1 Gramm! An was hast du denn als Kind genuckelt...?!

02.10.2009
12:24
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Name von Moderation entfernt | #8

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02.10.2009
11:58
Chemikalie in Schnullern entdeckt
von gueni | #7

... lagen die Analysewerte zwischen 80 und 400 Miligramm pro Kilogramm Schnuller. Wieviele Schnuller brauchts denn dafür? 1000?

02.10.2009
09:44
Chemikalie in Schnullern entdeckt
von Meerschwein | #6

Ein guter Zeitpunktfür die Schnullerfee!

01.10.2009
23:27
Chemikalie in Schnullern entdeckt
von Thomas.Lau | #5

Ich habe drei kerngesunde Kinder mit solchen Schnullern aufgezogen. Mal wieder die klassische Panikmache von BUND. Aus reiner Profitgier schädigen die Großkonzerne kleine Kinder Wer sich ein bisschen genauer informiert (das WWW ist groß) der findet genug seriöse Studien, die diesen Schmarrn widerlegen.Aber das will ja niemand hören, Panikmache ist viel sensationsträchtiger ...

01.10.2009
23:26
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Name von Moderation entfernt | #4

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