Aha-Effekt fehlt
30.07.2009 | 20:04 Uhr 2009-07-30T20:04:00+0200Statt auf Prominenz setzt SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in seinem Schattenkabinett auf Kompetenz.
Generell stellt sich indes die Frage, ob die Aufstellung eines solchen Teams hilfreich ist - schließlich firmiert die SPD nicht unter dem Titel Oppositionspartei. Den Ausschlag für die Potsdamer Präsentation mögen die stetig weiter sinkenden Umfragewerte für Steinmeier gegeben haben. Doch größere Coups, die die Republik elektrisieren könnten, gab es nicht. Als Überraschung gilt nur das Engagement der weithin unbekannten Manuela Schwesig.
Ohnehin setzen die Genossen auf die holde Weiblichkeit - SPD-Kalkül. In erster Linie geht es Steinmeier um den Parteiproporz. Er darf derzeit keine Flanken öffnen, innerparteilich muss die Partei geschlossen da stehen. Zum anderen will er die Genossen nach außen hin gut positionieren.
Gegen die Union mit vielen Frauen anzutreten, ist allerdings keine Strategie, die sonderlich viel Aufmerksamkeit verspricht. Bekanntlich ist Bundeskanzlerin Angela Merkel auch eine Frau.
0mitdiskutieren