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Zu den eigenen vier Wänden per Zwangsversteigerung

15.10.2012 | 22:51 Uhr
Zu den eigenen vier Wänden per Zwangsversteigerung
Leer und in gutem Zustand: Lohnt sich ein Kauf? Im Ruhrgebiet gibt es nicht wenige Immobilien, die für wenige Tausend Euro zum Kauf angeboten werden. Viele werden über Zwangsversteigerungen angeboten. Interessenten sollten auf versteckte Kosten achten.Foto: Symbolfoto/Eickershoff

Essen.   Wie kann es sein, dass eine Eigentumswohnung mit drei Zimmern nur 10.000 Euro kosten soll? Sind das alles Schrott-Immobilien oder kann man sich auch mit Kleinstbudget den Traum der eigenen vier Wände erfüllen? Immobilienmakler warnen: ein Kauf kann teurer werden, als man denkt.

Das Angebot von Eigentumswohnungen, die nur wenige Tausend Euro kosten sollen ist im Ruhrgebiet ist ziemlich groß. Die meisten solcher 'Billig-Wohnungen' stehen über Zwangsversteigerungen zum Verkauf. Immobilienmakler warnen: ein Kauf kann teurer werden, als man denkt. Einige Hinweise:

Wie erkennt man ein Wohnungs-Schnäppchen?

Wenn, dann wohl nur mit fachkundiger Hilfe. Der Oberhausener Immobilienmakler und –Sachverständige Swen Jansen warnt: "Als Laie kann man heute nur schwer erkennen, welche verborgenen Kosten mit einer Immobilie verbunden sein können“. Auch der „Verkehrswert“ einer Immobilie sagt nicht alles über ein Objekt aus. „Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse“ auf Seiten der aktuellen Eigentümer würden beispielsweise nicht berücksichtigt. Die könnten nach einem Kauf noch Probleme bereiten.

Wo versteckte Kosten lauern

Ein Beispiel aus Gelsenkirchen: Dort vermittelt Swen Jansen in einem Altbau aktuell zwei jeweils über 100 Quadratmeter große Wohnungen, die für weniger als 10.000 Euro angeboten werden. Tatsächlich aber müsste das komplette Haus grundsaniert werden, geschätzt sind das 730 Euro je Quadratmeter für die „Revitalisierung“ und um das Haus „in marktkonformen Zustand“ zu bringen. Folge: „Wenn die Eigentümergemeinschaft diese Sanierungsarbeiten beschließt, müssten zum Kaufpreis noch gut 100.000 Euro pro Eigentümer an Investitionen gerechnet werden“.

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