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65. Mietertag

Wohnungsnot - Mieterbund kritisiert Bundesregierung

22.05.2013 | 15:17 Uhr

Essen. Der Deutsche Mieterbund (DMB) kritisiert die schwarz-gelbe Bundesregierung: Desinteresse und Passivität angesichts der stetig wachsenden Wohnungsnot in Ballungsräumen hätten die Lage verschlimmert. Beim 65. Mietertag am Freitag (24. Mai) in München stellt der DMB neue Forderungen.

Der Deutsche Mieterbund wirft der schwarz-gelben Bundesregierung Versagen in Hinblick auf die immer noch wachsende Wohnungsnot in Großstädten und die zunehmenden Leerstände in ländlichen Regionen vor. Zu lange habe man nichts unternommen: "Die teuren Mieten sind nicht vom Himmel gefallen", sagt DMB-Präsident Franz-Georg Rips im Vorwege des 65. Mietertags in München. Mittlerweile belaufe sich die Zahl der fehlenden Wohnungen in Groß- und Universitätsstädten nach DMB-Angaben auf 250.000 - Tendenz weiter steigend.

Gründe für die steigende Wohnungsnot

Mitverantwortlich für die niedrigen Leerstände in deutschen Großstädten wie München und Hamburg, wo nur 0,6 beziehungsweise 0,7 Prozent aller Wohnungen leer stehen, ist auch die wachsende Zahl an Single-Haushalten. So ist die Gesamtzahl der Haushalte von 2002 bis 2010 von 38,7 auf 40,3 Millionen gestiegen. Zukünftig werden daher noch mehr Wohnungen benötigt.

Wohnungsnot in der Stadt - Leerstände auf dem Land

Während die Lage in städtischen Ballungsräumen immer prekärer wird, stehen auf dem Land immer mehr Wohnungen leer. "Wo die Arbeitsplätze sind, fehlen Wohnungen. Wo es genug Wohnungen gibt, fehlen Arbeitsplätze", erklärt Monika Schmid-Balzert vom bayrischen DMB-Landesverband. Um die Lage in den Griff zu bekommen, stellt der DMB beim 65. Mietertag am kommenden Freitag neue Forderungen vor. Der Bund will unter anderem erreichen, dass eine Obergrenze für die Mieterhöhung von zehn Prozent bei Neuvermietungen und von 15 Prozent in vier Jahren bei bestehenden Mietverhältnissen eingeführt wird.

sw

Kommentare
25.05.2013
17:43
Wohnungsnot - Mieterbund kritisiert Bundesregierung
von melr | #5

Natürlich bleibt ihnen was anderes übrig. Es gibt nicht nur in München oder Hamburg Jobs. Das Problem ist, dass diese Großstädte eine dermaßene...
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Wohnungsnot - Mieterbund kritisiert Bundesregierung
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http://www.derwesten.de/wohnen/wohnungsnot-mieterbund-kritisiert-bundesregierung-id7981044.html
2013-05-22 15:17
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