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Gerichtsurteil

Wohnfläche - Maklerangaben müssen nicht stimmen

13.11.2012 | 14:37 Uhr

Frankfurt am Main.  Die Angaben zur Wohnfläche im Mietvertrag müssen stimmen. Angaben im Maklerangebot sind jedoch nicht bindend: So urteilte jetzt das Amtsgericht Frankfurt am Main und gab damit der Zahlungsklage eines Vermieters statt.

Im verhandelten Fall hatten Mieter die Miete von 920 Euro gemindert. Grund: Sie hatten nach dem Bezug der Wohnung festgestellt, dass diese nicht, wie im Maklerangebot angegeben, 74 Quadratmeter, sondern nur 62 Quadratmeter Wohnfläche hatte. Die höhere Quadratmeterangabe hatten die Mieter einer Internet-Annonce des Maklers entnommen. Im Mietvertrag war keine Quadratmeterzahl angegeben gewesen.

Der Vermieter nahm die Mietkürzung jedoch nicht hin, sondern zog vor Gericht. Das Amtsgericht Frankfurt am Main gab seiner Zahlungsklage statt und beurteilte die Mietkürzung als rechtswidrig - die Mieter müssen nun nachzahlen. Das Gericht erklärte dazu: Mieter dürften sich nicht allein auf die Informationen verlassen, die sie vom Makler erhalten. Diese Angabe genüge nicht, wenn kein entsprechender Wert im Mietvertrag festgehalten sei.(sw)

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