Winterlauch noch rechtzeitig vor Schädlingsbefall schützen
21.09.2012 | 05:45 Uhr 2012-09-21T05:45:00+0200
Neustadt. Garten-Experten raten Hobbygärtnern dazu, ihren Winterlauch rechtzeitig vor Schädlingen zu schützen. Die Larven der Zwiebelminierfliege zum Beispiel zerstören sonst die Pflanzen von innen heraus. Bis Ende Oktober sollte man den Lauch deswegen abgedeckt haben - am besten mit speziellen Schutznetzen.
Im Spätsommer und Herbst ist vor allem Winterlauch von einem Befall durch die Lauchminierfliege bedroht, warnt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Bei der Ernte fielen Fraßgänge auf, die von oben bis zur Basis verliefen. Teilweise könnten diese sogenannten Miniergänge auch aufplatzen. Wird so der Schaft beschädigt, komme es häufig zu Fäulen. Im Schaft seien oft die braunen Puppen und gelegentlich auch die weißen bis gelblichen Larven der Minierfliege zu sehen. Die Lauch- oder auch Zwiebelminierfliege überwintere als Puppe in bodennahen Pflanzenteilen, erklären die Gartenexperten.
Ab Anfang April schlüpften die Fliegen dann und legten ihre Eier ab. Die jungen Larven bohrten sich in das Blatt ein und wanderten anschließend zur Pflanzenbasis, wo sie sich nach etwa drei Wochen verpuppen. Nach einer Ruhepause im Sommer schlüpfe die zweite Generation des Schädlings und befalle den späten Lauch - ist die Witterung günstig, könne sich sogar eine dritte Generation entwickeln.
Hobbygärtner sollten ihre Lauchpflanzen deshalb am besten noch bis Ende Oktober mit Kulturschutznetzen schützen, rät die Gartenakademie. Zumal diese gleichzeitig sehr gut gegen die Lauchmotte wirkten. (dapd)
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