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Vor dem Kaminkauf Rat vom Schornsteinfeger holen

19.09.2012 | 05:45 Uhr
Ein Kaminfeuer in der Wohnung sorgt für Behaglichkeit.

Berlin.  Wenn es draußen kälter wird, kann ein Kamin in der Wohnung für viel Behaglichkeit sorgen. Wer noch keinen hat und sich einen zulegen möchte, sollte vor dem Kauf beim Schornsteinfeger Rat einholen. Denn ein Ofen muss nicht nur baulich abgenommen werden, sondern ist auch nicht immer sinnvoll.

Ein Kaminofen ist für viele das i-Tüpfelchen ihrer Einrichtung. Er sieht hübsch aus und verheißt überdies eine warme und kuschelige Zeit im eigenen Wohnzimmer. "Auch wenn diese Vorstellung schön ist, sollte man nicht blindlings in den Laden laufen und sich einfach einen Kaminofen besorgen", sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband privater Bauherren (VPB).

Bevor man einen Ofen aussucht, sollte man sich Gedanken zu folgenden Aspekten machen: Habe ich überhaupt Platz für den Kaminofen und für das zu lagernde Holz ? Wie sind die Abstände zur restlichen Einrichtung und zu brennbaren Materialien? "Hier gelten strenge Regelungen", betont die VPB-Sprecherin. Man sollte sich zudem erkundigen, was man verbrennen darf und wo man geeignetes Material bekommt. "Im ersten Schritt kontaktiert man daher den Bezirksschornsteinfeger , der umfassend zu diesen und weiteren Fragen berät. Er muss den Einbau auch genehmigen und später abnehmen", sagt die Bauexpertin.

Ein Kamin macht auch Arbeit

Je nachdem, wie man den Ofen nutzen möchte, sei eventuell der Rat eines unabhängigen Bausachverständigen nötig. "Dies gilt vor allem, wenn man komplett mit dem Ofen heizen und auch warmes Wasser damit bereiten möchte. Dann sind meist größere bauliche Veränderungen nötig." Der Fachmann rechne zudem aus, ob sich solch ein Einbau überhaupt lohnt. Auch den Einbau eines Kaminofens, der nur zusätzlich zur Heizung benutzt wird, sollte man in Anbetracht der hohen Einbaukosten genau abwägen, rät Reinhold-Postina. "Brennmaterial beschaffen, regelmäßig warten und reinigen: Das wird vielen irgendwann zu lästig, so dass sie lieber wieder die Heizung aufdrehen. Viele vergessen außerdem, dass Kaminöfen Wände und Decken auf Dauer verstauben", gibt die VPB-Expertin zu bedenken. (dapd)

Wenn Flammen tanzen

 



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