Vermieter müssen Schallschutzstandard gewährleisten

Jedes Gebäude, das mindestens dem Baujahr 2000 zugeordnet ist, muss einen bestimmten Trittschallschutz haben.
Jedes Gebäude, das mindestens dem Baujahr 2000 zugeordnet ist, muss einen bestimmten Trittschallschutz haben.
Foto: Haenisch
Was wir bereits wissen
Laut einem Hamburger Amtsgericht dürfen Mieter einen Schallschutzstandard verlangen, wenn das Gebäude relativ neu gebaut bzw saniert wurde. Entscheidend dabei ist, welches Baujahr im Mietvertrag steht.

Hamburg.. Der Vermieter muss bei der Sanierung eines Gebäudes den aktuellen Schallschutzstandard einhalten. Wenn er das Gebäude nach der Sanierung im Mietvertrag einem neueren Baujahr zuordnet, kann der Mieter den Standard dieses Baujahrs erwarten.

Das entschied das Amtsgericht Hamburg-Blankenese (Aktenzeichen: 531 C 49/11). In dem Fall verlangte der Mieter einer Wohnung einen verbesserten Trittschallschutz. Das Haus war 1950 gebaut und im Jahr 2000 teilweise saniert worden. Bei Abschluss des Mietvertrags ordnete die Vermieterin das Gebäude dem Baujahr 2000 zu.

Der Trittschallpegel lag aber deutlich über den Werten, die nach der im Jahr 2000 gültigen Fassung der DIN 4109 zulässig waren. Die Vermieterin müsse einen verbesserten Trittschallschutz herstellen, entschied das Gericht. Wenn ein Vermieter bauliche Veränderungen vornehme, könne der Mieter erwarten, dass Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden, die den Anforderungen der zur Zeit des Umbaus geltenden DIN-Normen genügen. (dapd)