Verbraucherzentrale bietet Energiespar-Check für Privathaushalte
27.09.2012 | 08:45 Uhr 2012-09-27T08:45:00+0200
Hönow. Die Verbraucherzentrale startet ein neues Angebot. Dabei kommen unabhängige Experten ins Haus oder die Wohnung und zeigen Möglichkeiten zur Energieeinsparung auf. In einem durchschnittlichen Haushalt lässt sich mit Hilfe von Sanierung und Beratung bis 27 Prozent Energie einsparen.
In privaten Haushalten kann oft mit relativ einfachen Maßnahmen Energie eingespart und dadurch die Stromrechnung reduziert werden. In Fragen der Energieeffizienz gebe es noch viele "ungenutzte Spardosen in Häusern", sagte der Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Gerd Billen, am Dienstag in Hönow bei Berlin.
Gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) startete er dort ein neues Angebot der Verbraucherschützer. Dazu kommen unabhängige Experten ins Haus oder die Wohnung und zeigen Möglichkeiten zur Energieeinsparung auf. Mit Kosten zwischen 10 und 30 Euro seien diese Energiespar-Checks auch für jedermann bezahlbar, sagte Billen.
Verbraucher informieren
Bei Gebäuden gebe es noch große Reserven bei der Energieeffizienz, betonte Rösler. Deshalb sei es der richtige Weg, die Verbraucher zu informieren, aufzuklären und zu beraten. Denn Energie, die nicht verbraucht werde, müsse nicht produziert, nicht übertragen und auch nicht bezahlt werden. Sein Ministerium unterstütze diese Projekte mit jährlich sechs Millionen Euro.
Bei dem untersuchten Gebäude handelte es sich um ein erst 1999 errichtetes Reihenhaus mit einer Wohnfläche von 91 Quadratmetern. Energieberaterin Birgit Holfert bewertete neben dem Stromverbrauch auch die Heizungsanlage und den Wärmeschutz. Sie errechnete eine mögliche Ersparnis von 150 Euro pro Jahr.
Investitionen von 700 Euro sparen jährlich 150 Euro
Dazu seien Investitionen von etwa 700 Euro erforderlich, inklusive eines neuen Kühlschranks, sagte Holfert. Als ein Schwachpunkt am Gebäude wurde im Keller die fehlende Dämmung bei den Zuleitungen für die Fernwärme und den Armaturen der Therme ausgemacht. Zudem gibt es im Wohnzimmer vor einem fußbodentiefen Fenster einen Heizkörper, der unnötig Wärme nach außen abstrahlt. Das Fenster war ursprünglich als Terrassentür gedacht und ist jetzt zur Hälfte mit einer Kunststoffwand versehen.
Rösler sagte, es sei eindrucksvoll, bei einem vergleichsweise neuen Gebäude, ein solches Einsparpotenzial zu finden. Die hier empfohlenen Maßnahmen rechneten sich in relativ wenigen Jahren. Bei größeren Investitionen seien auch finanzielle Hilfen durch die staatliche Förderbank KfW möglich. Billen verwies darauf, dass nach einer Gebäudesanierung mit kompetenter Beratung im Schnitt 27 Prozent Energie eingespart würden. Bei der Mehrheit des Wohnungsbestands in Deutschland - Häusern bis Baujahr 1984 - könne eine Sanierung oder Erneuerung der Heizung den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent senken. (dapd)
18:49
Und wegen des Wenigerverbrauchs werden dann die Preise erhöht, ebensi wie beim Mehrverbrauch. Es geht immer nur aufwärts. Mittlerweile behindern die hohen Energiepreise andere Investitionen. Und das verstärkt sich noch. Wer will dann die Waren noch kaufen?
14:38
Ich frage mich, warum meine Äußerung (sowie eine weitere) zu diesem Artikel inzwischen verschwunden ist. Es ist ein Skandal, dass Ihre Redakteure auf dieser Plattform andauernd Zensur betreiben. Der Artikel ist für jeden einigermaßen Sachkundigen offensichtlich in seinen Aussagen äußerst fragwürdig. Ist Ihnen das zunehmend niedrige Niveau in Ihrer Redaktion nicht mal langsam peinlich?